Gestern am 09.01.2017, hat am Landgericht Stuttgart der Prozess gegen Ramazan E. begonnen, den Ehemann des am 20.10.2015 nahe der Ludwigsburger S-Bahnhaltestelle Favoritepark tot aufgefundenen Mordopfers Nadine E.

Zeuge H. ignoriert

Sowohl Staatsanwaltschaft, als auch Verteidigung verfolgen völlig unbewiesene reine Hypothesen zum Tatgeschehen, aber weder sie noch das Gericht wollen sich hier offenbar beim Spekulieren dreinreden lassen. Ein angebotener Zeuge wird einfach von allen ignoriert. "Bauschaum im Hirn"?

Der Mordfall Nadine E.

Nadine E. kam am Abend des 12.10.2015 vom Besuch eines Sportstudios heim in den Vorort Eglosheim.

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Zum weiteren Verlauf die Polizeimeldung vom 02.11.2015:

"Fest steht für die Ermittler ..., dass die Frau gegen 20:00 Uhr ihr Wohnhaus verlassen hatte und mit einem grauen VW "Caddy" weggefahren war. ... Die Feststellung, dass sie gegen 20:30 Uhr im Lidl-Markt in der Reuteallee war, stützt sich auf eine Zeugenaussage, die bislang noch nicht durch weitere Zeugen untermauert wurde."

Der PKW des Opfers wurde, wie in der beigefügten Skizze ersichtlich, am nächsten Tag auf dem Parkplatz der S-Bahn Haltestelle "Favoritepark" aufgefunden, die Spurensicherung am Fahrzeug ergab kleinerlei Auffälligkeiten.

Fundort des PKW: Lidl, wo sie gegen 20:30 Uhr gesehen wurde und auch der spätere Leichenfundort, befinden sich in einem Umkreis von 500 m Luftlinie. In dieser Funkzelle hat sich auch gegen 21:30 Uhr das Handy des Opfers letztmalig gemeldet, offenbar ausgeloggt.

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Wie das, wenn das Opfer laut Polizei heute, das Haus am Tattag gar nicht mehr verlassen hat?

Einseitiger Indizienprozeß

Der Angeklagte bestreitet die Tat, Zeugen gibt es, aber entweder sie entlasten den Angeklagten und wurden von der Polizei nachträglich verworfen, oder gar nicht angehört.

Verworfen wurde die Zeugin, die das Mordopfer gegen 20:30 Uhr im Kaufmarkt Lidl sah. Verworfen wurde auch, was die Polizei am 02.11.2015 selbst noch als "feststehend" bezeichnete, nämlich, dass das Opfer das Haus überhaupt nochmal lebend verlassen hat.

Neue Theorien ohne neue Fakten?

Fakten ergaben sich aus Obduktion und Spurensicherung 2015. Plötzlich wurde im Augst 2016 der Ehemann verhaftet. Heute stützt sich die Anklage vor allem auf Faserspuren, als Todesursache wird heute angegeben "Erwürgen", die 2015 bekanntgegebenen Halsschnitte seien nach dem Tod erfolgt.

Kehlschnitt und "Leiche gewaschen"

Bevor die Soko 2015 etwas zu den Verletzungen sagte, veröffentlichte ein User am 06.11.2015 wohl unter Berufung auf durchgesickerte Erkenntnisse der Gerichtsmedizin, dass die Leiche einen Kehlschnitt aufwies und vom Täter "gewaschen" worden wäre.

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Den Kehlschnitt hat die Soko später bestätigt, das Thema "gewaschen" wurde, eventuell wegen "Täterwissen", nie offiziell bestätigt. Dennoch stammt es aus einer Quelle, die sich in Bezug auf den Kehlschnitt ja als zuverlässig bestätigt hat.

PH-Gebäude 8 und Zeuge H.

Das Opfer war noch in Sportkleidung unterwegs, kam vom Training und parkte völlig ohne sachlichen Grund 400 Meter vom Lidl entfernt, wo es um 20:30 Uhr mehr freie als belegte Parkplätze direkt vor der Ladentüre gibt.

Hier liegt es nahe daran zu denken, dass sie so wie in der beigefügten Skizze dargestellt, einfach den Einkauf mit einer Joggingrunde zum "auslaufen" verbinden wollte, wie nicht nur von Leistungssportlern nach dem Training zum Säureabbau empfohlen.

Dabei hätte sie bei Gebäude 8 der PH vorbeikommen können, von dem Autor der Zeuge H. als Insider dort berichtete, dass dort manchmal "Gäste" (der PH) übernachten, was sich jedoch ziemlich "inoffiziell" anhörte.

Damit hätte sich dieses Gebäude hervorragend als Tatort geeignet, auch in Bezug auf den Aspekt "Leiche gewaschen". Auch hätte die Leichenablage von dort aus gut zu Fuß erfolgen können. Bis heute jedoch interessiert sich offenbar niemand für dieses Szenario. Auf das Angebot, diesen Zeugen benennen zu können, gingen weder Polizei, noch Staatsanwaltschaft, noch Verteidigung noch Gericht bisher ein. Schon wieder Behördenpannen in BW? #Mord #Nadine E. #Ludwigsburg