Offener Krieg in der #AfD. Der AfD-Landeschef von Nordrhein-Westfalen Marcus Pretzell, der zudem auch der Gatte der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry ist, wandte sich mit harten Worten gegen Aussagen des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag, #Björn Höcke. Der auch in der AfD selbst polarisierende Höcke soll auf einem Treffen der Parteijugend der AfD mit Bezug auf das Holocaustmahnmal in Berlin gesagt haben: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Jeder, der sich in der deutschen Geschichte ein wenig auskennt weiß, dass Höcke hier völlig ohne Not eine Provokation erster Güte losgelassen hat.

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Laut ARD forderte er auch eine Änderung der geschichtlichen Erinnerung um 180 Grad, weil eine "dämliche Bewältigungspolitik" dem Land nicht gut täte. Schlimmer geht es eigentlich kaum, wenn man einer Partei schaden will.

Allgemeine Empörung!

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch äußerte sich ebenso empört wie viele andere Politiker, inklusive des grünen Skandalabgeordneten Volker Beck, der jetzt laut Springer Gruppe eine Überwachung der AfD durch den #Verfassungsschutz fordert. Der schillernde Linken-Politiker Diether Dehm hat überdies nach Informationen der Springer Medien eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Björn Höcke gestellt. Alles absehbar und konsequent. Warum macht Höcke so etwas also, zumal als studierter Historiker?

Gerüchte aus der AfD!

Wie aus Reihen des Anti-Höcke Flügels der AfD zu erfahren war, könnte an der Sache mehr dran sein, als bisher zur Sprache kam.

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Derzeit mache sich nämlich in Teilen der AfD selbst das Gerücht breit, Höcke könne als "Parteisprenger bewusst gepflanzt worden" sein. Also als Maulwurf, um die AfD unmöglich zu machen. Beim ersten Verbotsverfahren gegen die NPD flog bereits auf, dass damals ein erheblicher Teil der Partei aus V-Leuten (Geheimdienstzuträger) bestand. Aus dem Anti-Höcke Flügel der Partei hört man solche Vermutungen in Bezug auf Björn Höcke. Dies sind zwar gegenwärtig nichts weiter als Gerüchte, allerdings kann man sich schon fragen, was einen studierten Menschen wie Herrn Höcke dazu treibt, sich und seine Partei immer wieder mit Thesen in ein Licht zu rücken, in dem sie für die rechte Mitte als Alternative zur CDU unwählbar wird. "Heute knallen in den Zentralen von CDU und SPD die Sektkorken, das ist doch kein Zufall. Der Höcke war mir von Anbeginn an sowas von suspekt, der verscheucht doch jeden normalen Konservativen zurück zur CDU", lässt sich ein Funktionär aus dem Mittelbau der AfD unter Wahrung seiner Anonymität zitieren.

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Wie soll man das einordnen?

In der Tat ist es schwer vorstellbar, dass ein Gymnasiallehrer für Geschichte solche Thesen aus Naivität oder Unbedachtheit absondert. Laut dem - ein Lexikon imitierenden - Blog "Wikipedia" gehörte Höcke in seiner Jugendzeit der Jungen Union, also der Jugendorganisation der CDU an. Danach war politisch von ihm nichts mehr zu hören und er arbeitete laut Thüringer Allgemeine und nach Anhaben des genannten Blogs als Oberstudienrat an einer Gesamtschule in Bad Sooden-Allendorf. Es gibt bei Höcke also keinen geraden Weg in die Politik hinein, der von außen erkennbar wäre.

Merkwürdig!

Bei vielen nationalistischen Politikern findet sich in der Lebensgeschichte dagegen meist ein gerader Weg von einer extremistischen Jugend in einen gemäßigteren politischen Alltag als Erwachsener. So ist das beispielhaft bei Heinz-Christian Strache (FPÖ) ebenso der Fall wie bei seinem Vorgänger Jörg Haider, Marine Le Pen und bei zahllosen anderen. Dass Herr Höcke wie aus dem Nichts in eine politische Spitzenposition kommt und gut getaktet immer wieder schlimme Aussagen vom Stapel lässt, zumal als Geschichtslehrer, macht ihn zumindest verdächtig, und man kann die verschwörerischen Gedankengänge mancher AfD-Mitglieder aus diesem Blickwinkel heraus zumindest verstehen. Es bleiben jedoch Gerüchte, wenn auch keine unplausiblen.