Der gemäß dem politischen Protokoll zweitwichtigste Mann im Staat, Präsident des Bundestages Norbert #Lammert (CDU), fordert laut ET harte Strafen für Bürger, wenn sie Politiker beleidigen. Es müsse Mindesstrafen geben, damit Staatsanwäle und Gerichten der Weg verbaut wird, eine Strafverfolgung wegen Geringfügigkeit einzustellen. Lammert meint eine neue Grobheit im Bereich Social Media zu erkennen, wie er der Funke Gruppe sagte. "Mindestvoraussetzungen eines zivilisierten Umgangs" würden dort nicht mehr gelten. Politiker würden dort Verleumdungen erleben und das sei nicht mehr zu ertragen. Dass es für den Bürger kaum noch zu ertragen ist, dass die Kanzlerin offenbar an Recht und Gesetz vorbeiregiert, scheint dabei egal.

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#Fake News und fiese Kommentare sind schlimm, aber eine Kanzlerin, die nach Gutachtenlage das Recht bricht - wäre das nicht das eigentliche Thema?

Wer im Glashaus sitzt, sollte vorsichtig sein!

Hat Herr Lammert eigentlich darüber nachgedacht, dass die gleiche Verrohung auch bei den Politikern selbst stattfindet? Bald tritt voraussichtlich mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ein neuer Bundespräsident sein Amt an, der US-Präsident Donald Trump als "Hassprediger" bezeichnet und ihm nicht zum Wahlsieg gratuliert hat - ein diplomatischer Eklat! Und was ist mit Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD), der demonstrierende Bürger als "Pack" bezeichnete. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag sagte über US-Präsident Trump, dieser habe "nicht alle Tassen im Schrank".

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Und die Obergrüne Peter hat die tapfere Kölner Polizei unfair attackiert, nur um dann kleinlaut zurückzurudern.

Eine schlimme Fehleinschätzung!

Norbert Lammert (CDU) hat zwar recht, was die Verrohung von Umgangsformen im Internet angeht. Aber den Bürgern harte Strafen anzudrohen und die Knute zu fordern, während Spitzenpolitiker selbst pöbelnd durch die Landschaft ziehen, wird nur die politischen Ränder stärken. Denn Herr Lammert ist entweder uninformiert oder aber er glaubt, dass Politiker mehr Rechte haben als das Volk. Ist das nicht Benzin ins Feuer der Populisten? #Meinungsfreiheit