Wenn am 20.01. Donald #Trump nach einem Schwur auf die Bibel US-Präsident ist, wird dieses Ereignis wohl in keiner anderen Hauptstadt derart bejubelt werden wie im israelischen #Jerusalem. Nach acht Jahren des Störfeuers aus Washington wird Israels Premierminister Benjamin Netanjahu endlich Barack Hussein Obama los sein, der seine Israelfeindlichkeit nur schwer kaschieren konnte. Der ungeliebte US-Präsident mit dem arabischen Vornamen und einer unklaren muslimischen Vergangenheit - zu seiner Zeit in Indonesien wurde er als solcher im Klassenbuch geführt - tritt ab.

John und Hussein sagen bye bye!

Hussein Obama, der mit den Außenministern Hillary Clinton und John Kerry die so genannte Zwei-Staaten-Lösung durchprügeln wollte, wird Geschichte sein.

Werbung
Werbung

Donald Trump hat dagegen bereits einen lauten Gong ertönen lassen, indem er den Obama-Gegner David Friedman als Botschafter für #Israel auswählte und ankündigte, die Botschaft der USA von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen - also dorthin, wo schon vor Christi Geburt Israels Hauptstadt war.

Der Zug ist abgefahren!

Die Sachlage hinsichtlich Jerusalem gilt diplomatisch als unklar, sowohl Israel als auch Araber erheben Ansprüche auf die Stadt. Die Araber wollen gar Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines arabischen Staates machen. Doch dieser Zug scheint abgefahren. Weder Israel noch Präsident Trump haben nach allen verfügbaren Quellen noch ein Interesse an einem weiteren arabischen Staat.

Nachbar Putin!

Und dann wäre da noch Russlands Präsident Vladimir Putin. Infolge von Obamas und Clintons desaströser Nahostpolitik ist er der neue starke Mann im nördlichen Nahen Osten.

Werbung

Sein Einflussbereich erstreckt sich jetzt bis direkt an die israelische Grenze auf dem Golan. Russland hat traditionell ein gutes Verhältnis zu den Arabern als Ganzes. Israel wiederum pflegt ein gutes Verhältnis nach Moskau.

Ein interessantes Netzwerk!

Nicht zuletzt dank vieler russisch-jüdischer Übersiedler ist russisch so etwas wie die zweite Sprache in Israel geworden. In Netanjahus Kabinett sprechen drei israelische Minister Russisch fast besser als Hebräisch und Putin arbeitet mit Netanjahu kollegial zusammen. Die Chemie stimmt also, und aufgrund des wirren Weltbildes der Europäer und der Hasspolitik Obamas gegen Israel, hat der einzige jüdische Staat der Welt seine Freundschaft mit Russland vertieft.

Strategische Traumlagen?

Russland wiederum ist in der fantastischen Lage, sowohl mit Israel als auch mit Iran befreundet zu sein, den absoluten Erzfeinden der Region. Israel und Russland wiederum haben gemeinsam relativ gute Beziehungen zu Ägypten, wo die USA und Iran derzeit nicht sonderlich gelitten sind.

Werbung

Israel und die USA sind zusammen mit Jordanien befreundet, wo Russland ein wenig am Rande steht. Experten in Sicherheitskreisen und konservative Thinktanks gehen deswegen von der Möglichkeit aus, dass Putin, Trump und Netanjahu zusammen mit den Nachbarstaaten Israels zu einer kreativen Friedenslösung kommen können.

Kommt eine jordanische Lösung?

Derzeit hört man aus konservativen Thinktanks in den USA wieder mehr von einer "jordanischen Lösung". Israel würde dabei die jüdisch besiedelten Teile von Judäa und Samaria ("Westbank") annektieren und die arabisch bewohnten Areale in irgendeiner Form Jordanien angliedern, zu dem diese Gebiete von 1949 bis 1967 ohnehin gehörten und wo die "palästinensischen" Araber die Mehrheit der Bevölkerung stellen.

Das Problem wäre gelöst!

Alternative Lösungsansätze dieser Art geistern statt der verworrenen Zwei-Staaten-Lösung schon lange durch den politischen Raum, UNO-Resolutionen hin oder her. Bislang waren aber die Verhältnisse so, dass ein oder mehrere Player nicht bereit waren, einen mutigen Schritt nach vorne zu gehen. Mit Trump, Putin und Netanjahu sitzen jetzt drei mutige Männer an den Schalthebeln, umgeben von Pragmatiker wie Präsident al-Sisi in Ägypten oder König Hussein von Jordanien. So fern der Frieden in Nahost auch scheint, er könnte gerade näher sein denn je.