Unerwartet moderate Töne aus der iranischen Hauptstadt Teheran. Laut den iranischen Nachrichtenagenturen PARS und IRNA verlautbarte ein Sprecher des Außenministeriums der islamischen Republik, man habe zum neuen US-Präsidenten Donald Trump in der iranischen Führung noch keine abschließende Meinung und man wolle ihn an seinen Taten messen. "Islamophobie"-Vorwürfe gegen Trump nehme man zwar zur Kenntnis, wolle jedoch erst einmal abwarten und seine Taten bewerten.

Pragmatisch wie selten!

Im Kontrast zu früheren Pressekonferenzen war Sprecher Bahram Ghassemi im Fall von Präsident Trump unerwartet pragmatisch und geradeaus mit seiner Botschaft.

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Er gestand ein, dass Donald Trump für die iranische Führung eine Art "Blackbox" ist. Man wisse schlicht nicht wie er wirklich zum #Iran eingestellt sei. Selten hat man einen Vertreter des schiitischen Vielvölkerstaates derart offen und unideologisch gegenüber den USA erlebt.

Aufruf zur Syrien-Konferenz!

Ghamssemi ging im Laufe der Pressekonferenz auch auf die Agenda der Syrien-Konferenz in Astana ein, wohin #Russland, die #Türkei und Iran die Konfliktparteien einberufen haben. Auch die Regierung Trump wurde dazu eingeladen, angeblich auf den Wunsch Russlands hin.

Trio Russland, Iran, Turkei?

Der iranische Sprecher betonte, es ginge vor allem darum, die gewaltsam erzwungene Waffenruhe in Syrien festigen. Entscheidend sei, dass dies im Einvernehmen und unter der Leitung von Russland, Iran und der Türkei geschehe.

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Man fühlt sich als Sieger!

Das demonstrative Selbstbewusstsein der iranischen Führung leitet sich laut iranischen Quellen nicht zuletzt davon ab, dass die gegenwärtige Waffenruhe im vom Bürgerkrieg schwer gebeutelten Syrien durch ein massives militärisches Eingreifen Russlands und des Irans erzwungen wurde.