(StS/NYC) Heute mache ich etwas das erste Mal bei einem Artikel, den ich auf Deutsch schreibe. Ich weise mit einem Kürzel darauf hin, dass ich ein amerikanischer Journalist bin, der für ein Medium aus der Schweiz schreibt. Normalerweise spare ich mir das, wenn ich im Westen über den Westen schreibe. Aber in Deutschland haben sie jetzt offenbar komplett den Verstand verloren und begeben sich auf die Reise ins postfreiheitliche Zeitalter, wie der Beitrag eines Kollegen hier auf Blasting News zeigt. Da soll also in Deutschland ausgerechnet das Medienbüro '#Correctiv' #Facebook gegen "#Fake News" schützen soll. Sie wissen schon, "Fake News", diese linke Wortneuschöpfung zum Vertreiben des rechten Themas "Lügenpresse".

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Und ich hatte gedacht, ich hätte damals im Libanon schon den gesamten Irrsinn der Menschheit erlebt. Das Medienbüro Correctiv soll also Facebook publizistisch rein halten. Eine verrücktere Wahl hätte man kaum treffen können, abgesehen von der Tatsache, dass Zensur, sei sie staatlich oder privat, im Westen nichts zu suchen hat. Aber Deutschland will ja anscheinend nicht mehr "Westen" sein, so wie es sich derzeit politisch und gesellschaftlich in großen Teilen aufführt.

Warum nicht gleich den Wolf auf die Zieglein aufpassen lassen?

Das Medienbüro Correctiv ist keineswegs ein Spiegelbild des breiten deutschen Meinungsspektrums. Das ist kein Fake, das ist Fakt. Seine Köpfe sind fast allesamt bekannte Journalisten, die in der Szene als derart links gelten, dass sie ohne tägliche Krankengymnastik glatt Backborn überkippen würden.

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Doch ganz im Ernst: Frontmann David Schraven holt offensichtlich auf nicht ganz transparente Weise auch noch die von ihm mitgegründeten Ruhrbarone an Bord, als "correctiv.ruhr". Die Ruhrbarone kann man mit großer Gewissheit der "antideutschen Antifa" sowie der Anarchistenszene zuordnen. Diese Gruppen, die scheinbar die neue deutsche Zivilgesellschaft bilden, bekommen dort wieder und wieder Anerkennung sowie ein kuscheliges Plätzchen mit wohlwollender Berichterstattung. Würde man den aktuellen Chef der Barone, Stefan Laurin, nicht als Anarchisten bezeichnen, wäre er vermutlich sogar beleidigt.

Rüge vom Presserat!

Da wundert es auch nicht, dass der Deutsche Presserat im Jahr 2014 eine Missbilligung gegen die Barone von der Ruhr ausgesprochen hat. Der Presserat war zu der Auffassung gelangt, dass die Ruhrbarone gegen die Ziffer 1 des deutschen Pressekodex, also die "Wahrhaftigkeit und Wahrung der Menschenwürde" verstoßen haben. Kann man googeln, ist mitnichten ein Geheimnis. Was dagegen als plausibles, wenn auch noch unbestätigtes Gerücht gilt: Correctiv soll von George Soros mitfinanziert werden.

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Na super.

Nochmal zum Merken!

Facebook soll in Deutschland künftig von "Fake News" gesäubert werden. Was "Fake News" genau sind, hat noch kein deutsches Gericht definiert. Diese zensurähnliche Aufgabe eines Massenmediums wird in die Hände eines sehr, sehr linken Medienbüros gelegt, das mit einem Blog kooperiert, der vom Deutschen Presserat wegen eines Verstoßes gegen die Wahrung der Menschenwürde missbilligt wurde. Darauf reagierte der besagte Blog übrigens nur mit Spott. Und diese Leute sollen jetzt in Deutschland den Schlüssel zu Facebook und bekommen. Am Ende gar zu allen Social Media Angeboten?

Moment mal?

Da war doch noch etwas. Achso, genau. Facebook deutsch wird auch in Österreich, in der Schweiz, in Liechtenstein, in Luxemburg und im Westen Belgiens genutzt. Deren Regierungen werden sich sicherlich freuen, dass die deutsche Regierung diesen Salto Irrationale hingelegt hat. So ganz undenkbar ist es nämlich nicht, dass es uns in der Schweiz nicht schmeckt, wenn der große Nachbar das deutschsprachige Facebook linken Genossen zum Rumzensieren vorwirft. Auf jeden Fall hat sich Deutschland für mich mit dieser Nummer aus der Riege der Nationen verabschiedet, die sich "der Westen" nennen. Gefühlt hat das alles mehr etwas von "Peking light".