In einem Interview mit dem Cicero meldete sich die Frauenrechtlerin #Alice Schwarzer vor einiger Zeit zu Wort. Ihre Worte wurden viel gelesen, jedoch wurden ihre Kernaussagen kaum ernst genommen, geschweige denn in den politischen Diskurs aufgenommen. Ein Fehler! Denn Schwarzer, die auch eine exzellente Kennerin des Nahen Ostens ist, scheint - so lesen sich ihre Einlassungen - davon überzeugt, dass die Deutschen gar nicht begreifen, mit wem oder was sie es bei der so genannten Flüchtlingswelle zu tun haben. Es kämen es eben nicht nur arme, bedrohte syrische Familien, sondern auch sehr viele haltlose und bereits in ihrer Heimat radikalisierte junge Männer.

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Sie sei keineswegs gegen Angela Merkels Politik des Willkommens eingestelt gewesen. Doch habe sie schnell bemerkt, dass da mehr vor sich gehe als nur eine Fluchtwelle aus einem Kriegsgebiet. Explizit betont Deutschland präsenteste Frauenrechtlerin, dass sehr früh klar gewesen sei, dass es in den Heimen und Unterkünften zu Übergriffen auf Frauen und Kinder komme. Ihr Einsatz dagegen sei als fremdenfeindlich kritisiert worden. So seien die Verhältnisse ins Rutschen gekommen, was sich spätestens zum Jahreswechsel 2015/16 in der Domstadt gezeigt habe.

Tabus des Diskurses?

Inbesondere gebe es ein Gefühl in der Bevölkerung, seine oftmals berechtigten Ängste und Sorgen nicht frei artikulieren zu können, weil man sonst sozial stigmatisiert werde. Das sei ebenso problematisch wie die Haltung der Bundeskanzlerin, die im Islam ein religiöses Thema sehe.

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Für Schwarzer, die bereits die islamische Revolution im Iran und die dortige Entrechtung der Frauen selbst in Augenschein genommen hatte, ist der Islamismus jedoch das, was man im Englischen ein "Powergame" nennt. Es gehe weniger um Frömmigkeit als um die pure Frage, wer die Macht hat.

Plädoyer für eine offene Debatte!

Leider ist Alice Schwarzers Plädoyer für einen freiheitlichen und offenen Diskurs nicht wirklich aufgenommen worden. Wenn eine "rechts" unverdächtige Frau wie Alice Schwarzer sagt, die Angst sei in der Mitte de Gesellschaft, sogar in ihrem eigenen Heimatort angekommen, dann müssten andere Intellektuelle ihr eigentlich zur Seite springen und die Debatte eröffenen. Denn sonst bleibt den Menschen nur die Wahl von Parteien, die das Kind mit dem Bade ausschütten.

Ein Besuch in Nordafrika!

Schwarzer war 2016 sogar extra in den islamischen Kulturkreis gereist. In den maghrebinischen Ländern habe man sie gefragt, ob die Deutschen von allen guten Geistern verlassen seien, diese Klientel - die schon in der Heimat ein Problem darstellte - jetzt als #Flüchtlinge aufzunehmen.

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Die Jugend, vor allem die männliche, sei in jenen Ländern schon dermaßen radikalisiert, dass es keines Terrorclubs vom Schlage eines IS bedürfe, um diese Leute "umzudrehen". Sie kämen schon ideologisch voll ausgestattet nach Deutschland. Daher wundere sie sich auch, dass Kanzlerin Angela Merkel nicht sehe, dass man hier auf eine Machtfrage zusteuere. Sie habe, betonte Alice Schwarzer im sehr lesenswerten Cicero-Interview keine Antwort auf die Frage, was die Bundeskanzlerin hier zu Fehlschlüssen führe. #Islamisierung