In einem rührseligen Artikel auf dem schlammigen Niveau eines britischen Boulevardblatts feuert "#SPIEGEL Online" heute eine herbe Breitseite gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. In einem "Psychogramm" Trumps kommt der Spiegel zur Diagnose, der 45. US-Präsident sei "Ein gestörter Mensch". Um zur Behauptung zu gelangen, #Trump sei ein "#Narzisst", schickt das einstige Qualitätsmagazin aus Hamburg mit Markus Feldenkirchen, Thomas Hüetlin, Nils Minkmar und Gordon Repinski gleich vier Autoren an die Front, um den US-Präsidenten zu pathologisieren. Nun ist der Spiegel zwar ohnehin nicht mehr das, was er mal war. Seine Falschmeldung in dieser Woche über ein angebliches NPD-Verbot durch das Bundesverfassungsgericht ist dafür nur ein Symptom.

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Schon länger dreht das Blatt nicht nur nach links ab, sondern lässt jene Präzision vermissen, die es nach seinem Selbstbild eigentlich haben müsste. Jeder wird schließlich daran gemessen, was er als Standard vorgibt.

Ferndiagnose per Glaskugel?

Einem demokratisch gewählten Staatsmann aus der Ferne, quasi mittels telepathischer Untersuchung, eine psychiatrische Diagnose anzuheften und dafür hanebüchene Küchenpsychologie zu nutzen, ist nicht nur peinlich - es sind durch den Namen "Der Spiegel" veredelte Fake News. Zudem erinnert dieses Vorgehen auf fatale Weise daran, wie früher im Kommunismus, vor allem in der Sowjetunion, politische Gegner für verrückt erklärt und hospitalisiert wurden, nur weil sie eine andere Meinung vertraten. Über die physische Belastbarkeit eines Spitzenpolitikers zu sprechen ist eine Sache.

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Denn dieser Job verlangt einen fitten Menschen. Aber ernsthaft zu verbreiten, der Präsident der USA sei verrückt, ist kein Journalismus - es ist Propaganda.