Der 38 jährige Syrer kam 2014 nach Deutschland und erhielt ein Jahr später Asyl. Kaum anerkannt, nahm er mit dem Messenger Telegram Kontakt über einen Mittelsmann zu #ISIS in der syrischen Stadt Rakka auf und bat um 180.000 Euro. Damit wollte er Fahrzeuge kaufen, sie als Polizeiwagen tarnen, mit Sprengstoff beladen und sie dann in eine Menschenmenge steuern. Die Anschlagsziele sollten Deutschland, Frankreich, Belgien und Niederlande sein. Laut den sicher gestellten Chatverläufen auf seinem Handy rechnete er dem Kontaktmann vor, dass der Anschaffungspreis für ein Fahrzeug bei 22.500 Euro läge. Dazu käme die Präparierung mit 400-500 kg Sprengstoff, so dass er insgesamt 180.000 Euro benötigen würde.

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Man geht davon aus, dass hinter ihm eine ganze Gruppe von Terroristen in Deutschland stehen muss, da ein einzelner Asylant kaum in der Lage ist, mehrere LKWs umzulackieren und dann mit Sprengstoff beladen in eine Menschenmenge zu fahren, vermutlich sogar als Selbstmordattentäter.

Verdächtiger gesteht Kontakt zu ISIS, leugnet aber Terrorpläne

Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft und gestand mittlerweile seine Kontakte zu ISIS, bestreitet jedoch Pläne für Terrorakte gehegt zu haben. Bisher konnte die Polizei keine Hinweise dafür finden, dass es bereits fertig präparierte Fahrzeuge gibt. Dem Syrer wird deshalb bisher nur Terrorismusfinanzierung vorgeworfen.

Hinweise kamen vom BKA

Aus einer nicht näher bezeichneten Quelle erhielt das BKA die Informationen über die geplanten Anschläge.

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Am Tag vor Silvester übermittelten sie diese den saarländischen Behörden. Dort nahm eine Gruppe von 30 Beamten sofort die Arbeit auf und schlug innerhalb weniger Stunden zu. Der Syrer wurde gegen 4 Uhr morgens in seiner Wohnung im saarbrückener Stadtteil Burbach festgenommen.

Lob für Arbeit der Sicherheitsbehörden

Klaus Bouillon (CDU), der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und saarländischer Ressortchef, lobte die Arbeit der Sicherheitsbehörden. Im Zuge dieser Ermittlungen insistierte er auf seiner Forderung, die rechtlichen Möglichkeiten zur Überwachung von Messenger-Diensten wie Telegram zu erweitern. "Die Sicherheitsbehörden müssen im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus in der Lage sein, Kommunikation über Messenger-Dienste nachzuverfolgen". #Attentat #Terror