Im ersten Interview für deutsche Journalisten seit seiner Wahl, hat der neue amerikanische Präsident Donald #Trump Bundeskanzlerin Angela #Merkel schwerste Vorwürfe gemacht. In seinem New Yorker Büro empfing Trump Reporter der BILD und der TIMES. Trump erkundigte sich nach dem Wohl der Kanzlerin, um dann jedoch sofort klarzustellen, das Angela Merkel mit ihrer Politik der offenen Grenzen einen "katastrophalen Fehler" begehe. Er selbst habe deutsche Wurzeln, möge Deutschland sehr, sorge sich aber angesichts der Politik der Bundeskanzlerin um Deutschlands Zukunft. Die amerikanischen Grenzen werde er auf jeden Fall mit allen Mitteln sichern und er könne nicht nachvollziehen, warum Merkel das tue, was sie tue.

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Deutschland hätte "all diese Leute" über die Grenzen spazieren lassen, ein Faktum, dass er nicht einmal ansatzweise verstehen kann - wie viele Deutsche ebenfalls nicht.

Die NATO ist bedeutsam!

Anders als das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner Online-Ausgabe verzerrt wiedergibt, sagte Trump keineswegs, dass er die NATO generell für obsolet halte. Er betonte vielmehr, wie bedeutsam er diese einschätze. Allerdings gehe es nicht, dass die USA den Schutz Westeuropas aus der eigenen Tasche bezahlten. Er erwarte von den europäischen NATO-Mitglieder mehr Einsatz, vor allem finanziellen. Wie "Der Spiegel" dazu kommt, das Interview derart verzerrt darzustellen, gerade so als ob Trump morgen die NATO auflösen wolle, entzieht sich dem logischen Menschenverstand.

Made in the U.S.A.!

Hart wird es für deutsche Autobauer unter der Regierung Trump, denn er hat vor, die Globalisierung ein ganzes Stück zurückzudrehen.

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In einer Art Revival der 1970er setzt er auf hohe Importzölle von bis zu 35%. Die deutschen Autohersteller sollten sich also gut überlegen, wo sie die Autos für den US-Markt bauen. Mexiko, wo BMW eigentlich eine neue Fabrikation errichten wollte, wäre dann kein besonders kluger Standort mehr. Trump will, dass für den amerikanischen Markt auch in den USA selbst hergestellt wird. Im Grunde kündigt er damit eine Wirtschaftspolitik à la Oskar Lafontaine und Linkspartei an.

War's das mit der EU?

Den Brexit begrüßt Trump geradezu begeistert. Ein Grund hierfür könnte in Überlegungen zur Neuordnung der NAFTA liegen (lesen Sie mehr dazu hier und hier). Trump prognostiziert den Austritt weiterer Länder aus dem europäischen Staatenverbund, aber im Grunde sei ihm das völlig gleich. Es interessiere ihn nicht, ob die EU Bestand habe oder zerfalle. Es gehe ihm um faire Handelsbedingungen und um sonst nichts. #Strafzölle