Dass Donald #Trump machtbewusst und unorthodox ist, hat die Welt inzwischen schon erfahren. Jetzt bricht er mit einer weiteren Tradition: gleich nach seinem Amtsantritt werden alle politisch besetzten #Botschafter, also jene in wichtigen Ländern, ausgetauscht. Weil neue Botschafter in den Vereinigten Staaten durch den Senat bestätigt werden müssen, könnten Länder wie Kanada, Großbritannien oder auch Deutschland eine Weile keinen amerikanischen Botschafter in ihren Hauptstädten haben. Dies meldet die New York Times und es passt zu der - oft fälschlich belächelten - Ankündigung einer völlig neuen amerikanischen Außenpolitik. Präsident Donald Trump ist es offenbar lieber, dass einige Botschafterposten für eine Weile nicht besetzt sind, als dass er mit dem Personal arbeiten muss, dass Barack Hussein Obama ernannt hat, dessen Außenpolitik den neuen Präsidenten regelmäßig in Wut versetzt.

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Gerade jüngst kam es zu einem schweren Zerwürfnis zwischen Noch-Präsident und Bald-Präsident, weil Obama in der UNO Mobbing gegen Israel geduldet habe und #Russland mit Sanktionen belegt hat. Russland reagierte darauf ruhig und ohne Maßnahmen, weil Präsident Putin offenbar beschlossen hat, Obama einfach nur noch zu ignorieren. Trumps Entscheidung, wichtige Botschafter sofort abzuziehen, scheint Vladimir Putins Vorgehen als vorausschauend zu bestätigen.

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Eine positive Geste an Russland?

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es üblich, dass Botschafterposten in wichtigen Ländern nicht von Karrierediplomaten besetzt werden, sondern von Personen, die ein besonderes Vertrauensverhältnis zum Präsidenten haben. Insofern ist Donald Trumps Zug nachzuvollziehen, auch wenn er einen Bruch mit der Tradition bedeutet, erst die Bestätigung neuer Botschafter durch den Senat abzuwarten.

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Alle "unpolitischen" Karrierediplomaten bleiben nach Berichten der New York Times und CBS News ohnehin auf ihren Posten. Auch die Arbeitsfähigkeit der diplomatischen Vertretungen sei dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, hört man aus dem State Department (US-Außenministerium). Nachdem bereits einige Tweets von Trump die Agenda im Kongress beeinflusst haben und manche Firmen die Auslagerung von Arbeitsplätzen nach Mexiko plötzlich überdenken, zeigt sich eines: Donald Trump hat es mit seinen Ideen vom ersten Tag seiner Kampagne an ernst gemeint, und er zieht es durch.