Keine Frage, Präsident Donald #Trump hat nicht nur einen extrem hohen Unterhaltungswert, auch seine politischen Schritte sind allesamt berichtenswert. Aber wer dies liest, lebt wahrscheinlich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern in Deutschland. Und da stellt sich schon die Frage: was ist denn dort eigentlich los, im Windschatten der Weltpolitik und abgesehen davon, dass deutsche Politiker sich derzeit einen Wettbewerb im Trump-Bashing bieten? Der künftige deutsche Präsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hadert und verzweifelt schier öffentlich an der Personalie Trump, den er einst einen „Hassprediger“ nannte. Außerdem orakelt er via „Bild am Sonntag“ etwas von Ungewissheiten und von Zeiten einer neuen globalen Unordnung.

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Hübsch apokalyptisch im Gegensatz zu Präsident Trump und nichts von wegen „Make Germany great again!“. Er wolle dann als Präsident, so Steinmeier, die deutsche „Haltung, unsere Werte und Interessen“ seinem amerikanischen Amtskollegen darlegen. Na, da wird sich Präsident Trump aber sicher freuen.

Von der SPD derselbe Sermon!

Vizekanzler und SPD-Chef Gabriel durfte im GEZ-ZDF seinen Dampf ablassen. Er bedauerte die „schlimme Radikalisierung“ in den USA. Immerhin dämmert dem Mann, dass Präsident Trump jetzt wirklich an der Macht ist und so stellte er erschrocken fest: „Der meint das wirklich ernst, und ich glaube, wir müssen uns warm anziehen“. Damit dürfte der Herr Vizekanzler dann wohl Recht haben.

Und die Kanzlerin?

Frau #Merkel widmet sich derweil im Windschatten des allgemeinen Trump-Bashings ihrer Lieblingsbeschäftigung: Flüchtlinge ins Land holen.

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Laut WELT verlautbarte sie zum gefühlt tausendsten Mal, dass Deutschland stolz sein dürfe auf das, was es auf „diesem Gebiet“ getan habe. In einer Videobotschaft sagte die Kanzlerin, sie fände, hier sei Großartiges gelungen und sie bedanke sich bei allen, die dazu beitrügen. Also nichts Neues auf dem Planeten Merkel. Es wird munter postfaktisch am Volkswillen vorbeiregiert, bis bei der nächsten Wahl die Bude qualmt.

Horst im Traumland!

Horst Seehofer von der bayerischen CSU träumt zeitgleich auf allen Sendern laut von 40% und mehr bei der Bundestagswahl - gegen Angela Merkel, oder doch mit ihr? Man kommt da langsam nicht mehr mit. Bei der Flüchtlingspolitik sind CDU und CSU programmatisch auf jeden Fall weiterhin meilenweit voneinander entfernt. Wie da ein einheitlicher Wahlkampf aussehen wird, kann man sich derzeit eigentlich nur nach der Einnahme von Halluzinogenen vorstellen.

Die Grünen rauschen in den Keller!

Womit wir bei den Grünen wären. Die Li-La-Launebären der deutschen Politik haben es immerhin geschafft in zivilisierter Form zwei Spitzenkandidaten zu küren.

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Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt wurden erkoren als Wahlkampfgesichter von den Plakaten zu lächeln. Das geht in Ordnung, es gibt Schlimmeres, personell aber auch sachlich. Zum Beispiel, dass die Grünen es inhaltlich mal wieder nicht lassen können auf einen „Was können wir denn diesmal alles verbieten“-Kurs einzuschwenken. So nähern sich die Ökos derzeit im einstelligen Bereich der FDP an, die erstaunlicherweise aus dem Nichts bei rund sechs Prozent steht.

Die FDP im gelben Nirvana?

Das postfaktische Nichtvorkommen in den Medien scheint den Liberalen außerordentlich gut zu bekommen. Vielleicht sollten sie genau das bis zur Wahl durchhalten und der verzweifelte Wähler rettet sich in das gelbe Nirvana, wo das politische Nichts besser ist als alles, was die anderen zu bieten haben.

Petry Heil?

Und was macht die AfD? Das ist die große Frage. Entweder sie lässt sich von innen heraus sprengen, woran Herr Höcke aus Thüringen derzeit äußerst erfolgreich werkelt - oder sie bekommt die Kurve und mischt den neuen Bundestag kräftig auf. Aber dieses Spiel ist derzeit noch komplett offen.

PS: Ein Glück lebe ich in den USA! #Bundesregierung