Langsam hört es auf, lustig zu sein. Es macht den Eindruck, als verwechsle Präsident #Trump tatsächlich die Weltpolitik mit einer Reality Show. Der Präsident hat nach Angaben der Washington Post, von ABC und CBS den Premierminister von Australien, einen der engsten Alliierten der Vereinigten Staaten, beim ersten Telefonat der beiden Männer behandelt wie einen Schuljungen und statt nach einer Stunde schon nach fünfundzwanzig Minuten einfach den Hörer aufgelegt. Zuvor hatte Trump Premierminister Malcolm Turnbull aus dem Stand vorgeworfen, den Vereinigten Staaten „die nächsten Boston-Bomber zu exportieren“ und das nur, weil Ex-Präsident Barack Hussein Obama seinerzeit Australien zugesagt hatte, um die 1500 Flüchtlinge von den pazifischen Inseln Nauru und Papua-Neuguinea in die USA zu lassen.

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Australiens Premier behielt die Fassung und ließ seinen Sprecher ein nichtssagendes Statement verbreiten. Doch weshalb Trump den Regierungschef eines angelsächsischen Bruderlandes behandelt wie einen Kandidaten seiner ehemaligen TV-Sendung, dieser Umstand stellt selbst erfahrene Bobachter vor Rätsel.

Kriegserklärung?

Man muss auch dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto dankbar sein, dass er offenbar ein ruhiges Gemüt hat und keine nervösen Finger an einem Atomknopf. Mehrere zuverlässige Quellen in Washington bestätigen, dass Trump zu Präsident Nieto am Telefon gesagt habe, er werde in #Mexiko einmarschieren, um „Tough Hombres“ (Böse Buben) zu bekämpfen. Er, Nieto brauche vielleicht Hilfe, sagte Trump laut CNN. Und weiter: „(…) sie müssen außer Gefecht gesetzt werden, und Sie haben das nicht gut gemacht.“ Wenn Mexiko Trumps Vorstellungen nicht folge, könne er die US-Army gerne nicht nur an, sondern auch über die Grenze schicken.

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Der Sprecher des mexikanischen Präsidenten dementierte diese Darstellung, allerdings sprechen zahlreiche Quellen in Washington für die Richtigkeit der CNN-Meldung.

Schwiegersohn in Wut!

Die deutsche WELT berichtet indes, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der mit der Aufgabe betraut ist, das Verhältnis zu Mexiko zu betreuen, ausgeflippt sein soll. Es sei zum offenen Streit zwischen Kushner und seinem Schwiegervater gekommen. Doch dieser höre, so CNN, derzeit vor allem auf seine ultrarechte Hand, Chefstratege Stephen „Steve“ #Bannon, der als ehemaliger Chef des Online-Magazins Breitbart von Weltpolitik noch weniger Ahnung habe, als der Präsident.

Was hat Bannon vor?

Aufschrecken lässt eine Äußerung Bannons in „Breitbart Radio“. Steve Bannon, sagte dort im Plauderton einen Krieg voraus, in dem sich auch China und die USA begegnen könnten. In fünf, maximal zehn Jahren würden die Vereinigten im Südchinesischen Meer in den Krieg eintreten, prophezeite der wichtigste Stratege des US-Präsidenten, nicht ohne zu ergänzen: „Darüber besteht kein Zweifel.“ Der Einfluss des Bannons auf den Präsidenten soll immens sein, wie das Magazin „Politico“ schrieb und wie es in Washington allgemein bekannt ist.

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Bannon, so „Politico“ stecke auch hinter jenen Dekreten Trumps, die derzeit die Weltöffentlichkeit in Aufruhr versetzen. Die USA, so Bannon in einer früheren Sendung müssten die Volksrepublik China daran hindern, internationale Gewässer zum eigenen Territorium zu erklären. Schon Ende vergangenen Jahres zeichnete sich eine solche Strategie der USA ab. Der deutsche Präsident Joachim Gauck rief nicht zuletzt deshalb Japan und Deutschland zu mehr Bemühungen hinsichtlich der eigenen Verteidigungsfähigkeit auf.

Ein Artikel von Blasting.News - Erfahre, wer wir sind.