Die Welt ist, schaut man sich die Nachrichtenlage an, in einem ziemlichen Chaos. Das Ausmaß dieser Veränderungen, die in Teilen plötzlich, aber in mancher Hinsicht auch schleichend passierten, verdeutlicht ein einfaches Beispiel: Gehen wir einmal 40 Jahre zurück. Wir schreiben das Jahr 1977 und ein verspätetes Hippie-Pärchen will mit seinem VW Bulli in irgendein Ashram im indischen Goa fahren. Was für junge Leser wie eine sehr gewagte Theorie klingt, war damals keineswegs unüblich. Man fuhr also irgendwo in Hannover los, über Österreich, Jugoslawien, Griechenland, die Türkei, machte einen Abstecher zu den Sehenswürdigkeiten Nord-Syriens, durchquerte den Iran, verbrachte eine Weile ziemlich zugedröhnt am afghanischen Hindukusch, querte Pakistan und bald war Goa in Sicht.

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Das einzige, was einem auf dieser Reise passieren konnte, waren ein paar Verdauungsbeschwerden. Vor allem aber waren die einzigen potentiellen Opfer dieser Reise jene Freunde, die nach der Rückkehr der Abenteurer stundenlange Diaabende über sich ergehen lassen mussten.

Und heute?

Aus der einstigen Hippie-Route ist mittlerweile eine Strecke des Grauens geworden. Man würde immer noch vom Bürgerkrieg vernarbte Landschaften im heruntergekommenen Süden Ex-Jugoslawiens passieren müssen, während einem Flüchtlinge entgegenkommen. Weiter durch das bankrotte Griechenland, das inzwischen in mancherlei Hinsicht wie ein Land der Dritten Welt geworden ist. Dann geht es durch eine Türkei, die an ihrer Südflanke halb im Krieg hängt und von Terroranschlägen erschüttert wird. Die Grenze zum Iran ist de facto Kriegsgebiet.

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Den Iran kann man zwar durchqueren, aber lieber schnell - sonst verhaften einen die Revolutionsgarden noch wegen vermeintlicher Agententätigkeit. Der Weg durch Afghanistan ist nur noch lebensmüden zu empfehlen. Wenigstens in Indien beginnt wieder eine Form von Ordnung im Chaos, so wie eh und je.

Realitäten, die traurig machen!

Nicht viel anders sieht es in zahlreichen Regionen um #Deutschland herum aus. Und selbst die EU ist dabei, sich in Einzelteile zu zerlegen. Urlaub in den USA ist nur noch etwas für Menschen, die gerne den Thrill unberechenbarer Passkontrollen lieben, Nordafrika versinkt großteils im Chaos und in Südamerika wackelt die Ordnung in vielen Staaten.

Back to the Future?

Die Antwort auf all das liegt in einer Rückbesinnung auf das Vergangene. Es stimmt nicht, was man heute immer wieder hört, dass Deutschland nur eine Zukunft hat, wenn es sich mit anderen Staaten so sehr verbindet, bis es - in überstaatlichen Verbünden aufgelöst - vermeintlich Schutz findet. Das ist ein Ammenmärchen.

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Das grob über den Daumen gepeilt vergleichbare Japan schafft es trotz aller Widrigkeiten wunderbar, für sich alleine in der Welt einzustehen, und das trotz seiner nachteiligen geographischen Lage am Ende der Welt. Auch das halb amputierte und stets kriegsbedrohte Südkorea ist aus eigener Kraft eine Wirtschaftsmacht geworden, ebenso wie das rundum bedrohte Israel. Selbst Schwellenländer wie Südafrika, Chile, Brasilien, Malaysia, ja sogar der politisch verrückte Iran, schaffen es aus eigener Kraft als Nationen für sich in der Welt einzustehen.

Deutschland könnte es!

Genau dies kann das starke und fleißige Deutschland auch. Die #Europäische Union war eine nette Idee, doch sie funktioniert nicht. Die NATO wackelt, die Augen davor zu verschließen macht es nicht besser. Der #Euro war schon immer töricht. Hätte Deutschland den Mut der Briten, sich scheiden zu lassen und sich auf seine eigene Kraft zu besinnen, es wäre eines der stärksten, attraktivsten und besten Länder der Welt. Statt verarmter Flüchtlingsmassen über nicht vorhandene Grenzen würden all jene Genies in ein sicheres Deutschland kommen wollen, die Amerika mit seinen Neurosen gerade vergrault. Als selbstbewusster Bund sechzehn starker Länder wäre Deutschland das Power-Haus Europas. Alles was dazu fehlt, sind etwas Mut, die Fähigkeit neu zu denken und eine Reise zurück in die Siebziger.

Das ist Blasting.News!