Mit ihrer Suche nach den Beweisen für eine gezielte Streuung von Falschmeldungen aus russischen Kreisen zur Beeinflussung des Meinungsklimas in Deutschland haben sich die deutschen Geheimdienste ein ganzes Jahr Zeit gelassen. Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst ermittelten dabei offenbar auch wegen der persönlichen Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Keine Beweise

Nur gefunden hat man offenbar nichts. Also keine "eindeutigen Beweise", keine Fakten; nichts, weswegen sich der Satz: "Wladimir Putin manipuliert durch die Streuung von Desinformation" aussprechen ließe, ohne danach ein Lügner zu sein. Und da in Deutschland ja die Unschuldsvermutung gilt, nur eben nicht für den bösen Russen aus dem fernen Kreml, kann es keine Entwarnung geben.

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Man würde damit ja auch zugeben müssen, dass die Mär von den Fake News aus #Russland eben nicht mehr war: ein schönes Märchen, um von der eigenen, politisch gefärbten und geradezu offensichtlichen Einseitigkeit der Darstellung und Berichterstattung über #Putin im Speziellen und Russland im Allgemeinen abzulenken.

Keine Fakten

Damit die ganze Unappetitlichkeit der pikanten Angelegenheit nicht zu große Wellen schlägt, sieht man auch von der Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes der Dienste ab, die ja immerhin vom Steuerzahler gut finanziert sind. O-Ton: Wegen des Fehlens der Beweise sei eine Veröffentlichung nicht sinnvoll. Nicht mal zur Entkräftung der in der Wahrheitspresse breit getretenen Halbwahrheiten und Unterstellungen. Da man den unbeliebten Russen nichts nachweisen kann, möchte man sie noch lange nicht entlasten, heißt das im Klartext.

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Noch deutlicher: es passt eben nicht zur Mär vom bösen Putin, der seinen Einfluss, seinen langen Arm bis nach Deutschland in die Köpfe und Herzen der Bürger auszudehnen wünscht. Zum Schmunzeln auch die Begründung für diesen Schritt: Es hätte das angespannte Verhältnis zu Russland weiter belastet.

Trotzdem Weitersuchen!

Vom Kanzleramt, also direkt aus Merkels Vorzimmer, kommt die Anordnung, die Sache dennoch weiter zu untersuchen. Die Manpower von mindestens zwei Geheimdiensten könnte ja etwas übersehen haben im Verlauf eines Jahres. So etwas passiert natürlich nur in Ländern, in denen sowohl die Politik und als auch die Berichterstattung eben nicht die eigentlichen Fakten wiedergeben. Offensichtlich hat man sich im Wesentlichen an den amerikanischen Geheimdiensten orientiert, die Anfang Januar ihren Untersuchungsbericht zur russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten veröffentlicht hatten. Also natürlich nicht alles davon, sondern lediglich den öffentlichen Teil des Papiers.

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Auch dort blieben die eigentlich belastenden Fakten, so sie denn existieren, im Verborgenen. Natürlich nur, um die Informationsgewinnung von CIA, FBI und NSA auch für die Zukunft zu garantieren.

Damit bleiben die Schlussfolgerungen und das Fazit dieser Untersuchungsberichte, dass ja vielleicht doch etwas dran sein könnte, an der russischen Manipulation der Öffentlichkeit, reine Glaubensfrage und was wir Bürger zu glauben haben, impliziert die fehlende Entlastung Russlands trotz mangelnder Beweise. #Fakenews