Via Online-Votum konnten die Mitglieder der #AfD über die Aufstellung zum kommenden Wahlkampfposition beziehen und sprachen sich mehrheitlich (54%) gegen einen Alleingang von Parteichefin #Frauke Petry aus.

Die 41-Jährige akzeptierte das Ergebnis gefasst und nahm es direkt zum Anlass, um auf die Stärke des Führungskaders und die Demokratieverbundenheit der Partei hinzuweisen.

Fehler anderer Parteien vermeiden

Der Bild-Zeitung gegenüber sagte Petry: „Die Mitglieder der AfD haben auf demokratische Weise entschieden, dass die Partei mit einem Spitzenteam in die Bundestagswahl zieht. Die AfD ist insgesamt ein starkes Team.“

Vor allem wolle man alte Fehler der im Bundestag etablierten Parteien vermeiden.

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Verwiesen wurde hier auf das Beispiel des 1994 geschmiedeten SPD-Triumvirats aus Lafontaine, Scharping und Schröder. Der Wahlkampf endete bekanntermaßen mit der erneuten Wiederwahl Helmut Kohls in einer schwarz-gelben Koalition.

Insgesamt könnte sich die Entscheidung der Mitglieder, auf ein breit aufgestelltes Team zu setzen, als durchaus positiv für das mögliche Endergebnis erweisen. Wie im Bundesvorstand der Partei, so sind auch einzelne Landesgruppen nicht vollständig d’accord mit ihrer Parteichefin. So könnte man den geneigten Wählern sogar innerhalb der eigenen Partei mehrere Alternativen bieten.

Einige der möglichen Kandidaten wie z.B. Parteivize Alexander Gauland oder Landeschef André Poggenburg (Sachsen-Anhalt) stehen gespalten zu Frauke Petrys aktuellem Kurs. Sie selbst hatte sich vor dem Mitglieder-entscheid übrigens gegen die nun kommende Mehrfach-Spitze ausgesprochen, und diese als „wenig förderlich“ bezeichnet.

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Das Ergebnis bedeutet nicht automatisch einen Machtverlust, aber die Frage ihrer Position steht im Raum.

Ungeklärte Machtverhältnisse in der AfD

Tatsächlich gibt es diverse kleinere und größere Machtkämpfe, so wie wir sie in allen Parteien finden, nur der Ton scheint zuweilen etwas rauer. Vielleicht liegt dies auch nur an der speziellen Beobachtung mit der die AfD, seitens der ewigen „Lügenpresse“ bedacht wird.

Unabhängig davon darf man gespannt sein, wie sich der Wahlkampf der Partei weiter entwickeln wird. Zweifel an einem deutlichen Einzug in den Bundestag, gibt es trotz eventuell ungeklärter Machtverhältnisse oder mehrerer Auffassungen der Partei-Linie, kaum. Die Entscheidung über die Aufstellung zur kommenden Wahl fällt im April, während des Bundesparteitages. #Wahlen