So will das die neuste Umfrage mit 9.000 Teilnehmer (Parteimitgliedern) herausgefunden haben, in der sich 54 % für die Aufstellung eines Spitzenteams ausgesprochen haben.

Die Petry-Kandidatur stand in der Umfrage gar nicht zur Diskussion

Die Partei behauptete in einem Focus-Interview, dass Mehrfachspitzen für den Wahlkampf zu wenig förderlich seien und war sich sicher, „die Partei hätte das im Hinterkopf“. Die Umfrageergebnisse sind hier nicht so zu verstehen, dass die Partei etwas gegen Petrys Kandidatur hat, nun diente sie dazu, allgemein die Frage zu beantworten, welche Innenstruktur die jetzt zu befolgen hat.

#Frauke Petry wurde in Dresden geboren, als Tochter einer Chemikerin und eines Ingenieurs.

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Bis 1989 wuchs sie in Schwarzheide in Niederlausitz auf. Bis Mitte 2015 war sie mit dem evangelischen Pfarrer Sven Petry verheiratet und hatte mit ihm vier Kinder. Inzwischen geschieden, heiratet 2016 den nordrheinwestfalischen #AfD-Landesvorsitzenden, Marcus Prezell, von dem sie auch mittlerweile das Kind erwartet.

Ihre politische Karriere hat sie als Landesbeauftragte für Sachsen des Vereins zur Unterstützung der Wahlalternative 2013 angefangen. Seit der Gründung der AfD im 2013 „war sie deren stellvertretende Sprecherin“, zusammen mit Berndt Lucke und Konrad Adam ist sie eine in den Bundesvorstand gewählte Sprecherin. Am 4. Juli 2015 wurde sie im innerparteilichen Kampf mit 60% der Stimmen als Bundessprecherin wiedergewählt. Seit 2015 sehen Politikwissenschaftler in Petry eine führende Protagonistin im nationalkonservativen Parteiflügel der AfD.

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Neben ihrer politischen Karriere ist Petry auch ehrenamtlich engagiert

und aktiv in einem Kreativzentrum, das Lehrstellen in Afrika unterstützt.

Zu der Frage um die Flüchtlinge und deren Arbeitsrechte, forderte sie 2014 eine Einschränkung durch die Vorrangprüfung (Nachweis, dass die gleiche Arbeitsstelle nicht mit einem EU-Bürger besetzt werden kann), was ziemlich einschränkend wirkt.

Im Januar 2016, im Interview mit Mannheimer Morgen „sagte sie, Grenzpolizisten müssen den illegalen Grenzüberschritt verhindern und im äußersten Notfall auch von der Schusswaffe Gebrauch machen“.

In Sachen Abtreibung und Frauenquote zeigt sich Petry reformenfreundlich, doch bezeichnen sie die Politikwissenschaftler als antifeministisch. Ob sie die andere Kandidaten herausfordern können wird, zeigt demnächst der weitere Wahlkampf. #Wahlen