(StS/NYC) Mit großer Leidenschaft stürzt sich die linkslastige deutsche Presse - Blasting.News kommt neutral und unbelastet aus der Schweiz - auf alles, was bei der #Bundeswehr nicht optimal läuft. Gut, zugestanden, wenn ein milliardenteures neues Transportflugzeug wie der Airbus A400M ausgerechnet bei einem Termin der Verteidigungsministerin streikt, dann ist der Hohn nicht weit. Aber wann wird positiv berichtet? Denn es gibt viele Dinge, die gut laufen und auf welche die Deutschen und ihre Armee und stolz sein können.

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Ein solcher Erfolg ist die immer besser laufende #Rekrutierung Freiwilliger. Seit der Abschaffung der Wehrpflicht ist die Personalfrage kein Automatismus mehr. Viele Unkenrufer warnten davor, dass die deutsche Armee personell autrocknen könnte. Doch weit gefehlt! Die Zahlen sind in Ordnung und dank einer mehr als professionell gemachten Rekrutierungsarbeit, spart die Bundeswehr sogar bares Steuergeld. Der jüngste Coup war nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Erfolg einer Reality-Dokumentation unter dem Titel "Die Rekruten" auf #YouTube. Die Serie läuft so rasend gut, dass die Armee ein sattes Drittel der dafür eingeplanten Werbegelder streichen und für andere Zwecke freigeben konnte. Das gesparte Steuergeld kann jetzt in die Materialbeschaffung und teilweise auch an den Bundesetat zurücküberwiesen werden.

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Die Presse schweigt!

Als am 1. November 2016 die erste Folge der Serie online ging, hatte niemand mit diesem Erfolg gerechnet.

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Doch schon Anfang 2017 war klar, der Bundeswehr ist ein Volltreffer gelungen. Rund 270.000 Abonnenten hat die Social Media Serie, einzelne Folgen können weit über eine Million Zuschauer verzeichnen. Trotzdem findet sich kaum ein unkritischer Bericht über diesen Erfolg in der deutschen Presse. Ein Armutszeugnis in Sachen Berichterstattung.

Kritik nimmt man gerne?

"Die Rekruten" seien inzwischen sogar zum "Pausenhofgespräch" geworden, betont die Bundeswehr selbst. Auch die Kritik an dieser Art der Werbung, die es zu Beginn gab, sieht die deutsche Armee als gutes Zeichen. Der Gesellschaft sei es eben nicht gleich, wie die Bundeswehr dastehe und wie erfolgreich sie ist.

Raketenstart!

Seit "Die Rekruten"-Kampagne läuft habe man einen Anstieg der Zugriffszahlen auf die Seite "bundeswehrkarriere.de" um satte 40% zu verzeichnen. So manche Firma für Zahnpasta oder Tütensuppen würde bei einem derartigen Erfolg ihre Werbeagentur in den Ritterstand erheben, so ungewöhnlich hoch sind die Konversionsraten von der Serie zu konkreten Webseitenaufrufen. Wer auch immer die Idee zu "Die Rekruten" hatte, kann einen erfolgreichen Raketenstart melden..

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Glühende Hotline!

Beim Karriere-Telefon der Bundeswehr glühen seither auch die Drähte. Eine Steigerung von gut 25% an Anrufen überrascht wohl selbst die Initiatoren der Rekrutierungsoffensive. Dirk Feldhaus, der Beauftragte für die Karriere-Kommunikation im Verteidigungsministerium zeigt sich folglich auch in einer Pressemitteilung dankbar für das Interesse der YouTuber.

Um was geht es?

"Die Rekruten" räumt dank ihres Doku-Formats mit falschen Vorstellungen über die Grundausbildung bei der Bundeswehr auf. Sie begleitet junge Leute auf ihrem Weg in die Welt der Armee, fasst auch Klischees an und zeigt wie es innerhalb der Bundeswehr zugeht, so das Verteidigungsministerium. Dies reicht vom Basiswissen über den legendären Drill, die Frage der Disziplin bis zum Alltag in einer Kaserne. Auch Nachtmärsche, Schieß- und Gefechtsübungen werden offen gezeigt. Eine kritisch-theoretische Diskussion des Soldatenberufs ist ebenfalls Teil der Kampagne.

Regen in der Sahara?

Die Freiwilligenarmee Bundeswehr scheint also langsam Tritt zu fassen. Wenn jetzt auch noch irgendjemand es schafft, dass das neue Transportflugzeug Airbus A400M pannenfrei in den Alltagseinsatz geht, dann gäbe es eigentlich eine Mange Gutes von den deutschen Streitkräften zu berichten. Aber darauf kann man beim aktuellen Geisteszustand Deutschlands wohl länger warten als auf Regen in der Sahara.