Für den 70-jährigen Heribert W. wurde der 14. Dezember 2014 zum verhängnisvollsten Tag seines Lebens. Der Senior, der seine Rente als #Taxifahrer aufbessert, kam um 3:44 Uhr bei einer Adresse in Bergisch Gladbach an, zu der er gerufen worden war. Einen Meter vor dem Klingelknopf, bei dem er schellen sollte, wurde er von zwei maskierten Männern überfallen, die kein Wort sprachen, sondern, unter anderem mit einem Baseballschläger, brutal auf ihn einschlugen. Schwer verletzt ließen die Täter W. am Boden liegen, Oguz A. (35, in Deutschland geborener Türke) erbeutete eine Geldtasche mit 400 Euro. Seinem Mittäter sagte er davon nichts, behielt das Geld für sich allein.

Werbung
Werbung

Stattdessen hatte A. seinem Mittäter allerdings bis heute die gesamte Gewalt in die Schuhe geschoben.

Trotzdem war der 35-Jährige bereits 2015 zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Ein Urteil, das der Bundesgerichtshof (BGH) aufhob, weil es sich um eine Gesamtstrafe handelte, in die auch vier Handydiebstähle und ein Betrug eingeflossen waren, die als „gewerbsmäßig“ abgeurteilt worden waren. Für die Gewerbsmäßigkeit hatte der BGH aber nicht genügend Gründe gesehen. Ein gewerbsmäßiger Diebstahl wird härter bestraft als ein einfacher Diebstahl, deshalb wurde das gesamte Urteil aufgehoben.

Islamismus ohne Gnade

Der wahre Hintergrund der grausamen Tat liegt allerdings im Islamismus und einem grausamen Vater. Natürlich will es keiner mehr hören, wenn Gewalttäter von ihrer schweren Kindheit reden, in diesem Fall ist es aber doch von ganz entscheidender Bedeutung.

Werbung

Der Vater von A. wollte unbedingt, dass sein jüngster Sohn Imam wird und die Koranschule besucht, wogegen sich A. immer sträubte. Den Widerstand seines Sohnes versuchte der Vater durch brutale Bestrafungen zu brechen, unter anderem setzte er dabei ebenfalls einen Baseballschläger ein, manchmal kettete er seinen Sohn an die Heizung. Die Misshandlungen fügte der Vater seinem Sohn sogar vor Lehrern und Mitschülern zu, Ärzte wandten sich wegen den vielen Verletzungen an das Jugendamt, welches untätig blieb. A. flüchtete immer wieder aus dem Elternhaus, ging freiwillig in ein Heim und wurde dort nach drei Monaten wieder vom Vater herausgeholt. Laut der Justizvollzugsanstalt hat der Angeklagte am ganzen Körper Narben davongetragen.

Wenig erstaunlich, dass A. drogenabhängig wurde und mit 15 Jahren das erste Mal vor Gericht stand, insgesamt weist das Bundeszentralregister zehn Eintragungen auf, auch einschlägige, so wurde der Angeklagte 2004 wegen schwerem Raub in Tateinheit mit Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt.

Werbung

Der Landrat des zuständigen Rheinisch-Bergischen Kreises hatte die Ausreisepflicht verhängt. Dem kam der Angeklagte nicht nach und nun hatte er, selbst wenn er es gewollt hätte, keine legale Möglichkeit mehr, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Schon gar nicht für seine Drogen: Morgens Kokain und abends Heroin zum „Runterkommen“.

Das Opfer hat jetzt endlich Ruhe

Zwei Behörden hätten dem freundlichen Taxifahrer viel Leid ersparen können: Zum einen das Jugendamt hätte dem Angeklagten in der Kindheit helfen müssen, zum anderen hätte die Abschiebung konsequent umgesetzt werden müssen. Jetzt sind zwei Leben unwiderruflich zerstört. Der Angeklagte will übrigens inzwischen so schnell wie möglich ausreisen und nie wieder nach Deutschland kommen. „Der will nur seine Strafe mildern und was ist, wenn er eine Woche später wieder da ist?“, fragt das Opfer. „Dann muss er die gesamte Strafe absitzen“, beruhigt der Verteidiger Dr. Karl Christoph Bode. Es sei schon wahr, dass die Staatsanwaltschaft Köln seinen Mandanten nach der Hälfte der Strafe entlassen könne, schlicht um Geld zu sparen, wenn der Häftling sowieso ausreisen muss. „Wenn er aber wieder einreist, wird die gesamte Strafe fällig.“ Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft sah das #Landgericht wie der BGH keine Gewerbmäßigkeit bei den Diebstählen. W. kann jetzt auf jeden Fall abschließen, alle Seiten erklärten Rechtsmittelverzicht, das Urteil ist rechtskräftig. #islamismus