Haben Sie heute schon eine deutsche Zeitung gelesen? Nachrichten geschaut? Radio gehört? Dann wissen Sie sicher bescheid über die Hinweise, dass der syrische Bürgerkrieg seinerzeit durch ausländische Kräfte angestoßen wurden - und nicht nur durch einen Aufstand des syrischen Volkes. Sie werden sicher auch erfahren haben, dass in den Pariser Stadtteilen Aulnay-Sous-Bois, Aulnay, Argenteuil, Bobigny und Tremblay-en-France gerade eine Art von Bürgerkrieg zwischen islamischen Jugendlichen und der Staatsmacht im Gange ist - so schlimm, dass die Bewohner der Gegenden zu ihrem eigenen Schutz in ihren Häusern bleiben sollen. Natürlich wissen Sie auch, dass ZDF-Mann Christian Huber mittels Twitter erhofft hat, dass die schwangere AfD-Vorsitzende Frauke Petry "umgeboxt" werden möge - was einige deutsche Politiker auch noch "geliked" haben. Und dass das Land Schleswig-Holstein Abschiebungen nach Afghanistan aus angeblich humanitären Gründen nicht mehr vollstreckt. Das wissen Sie alles, oder?

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Nein?

Ach, Sie wissen das alles nicht? Soviel zum Thema Abbild der Realität durch die deutschen Medien. Diese Themen und viele mehr finden Sie heute kaum oder gar nicht an prominenter Stelle in der deutschen Medienlandschaft. Dabei wäre es keine Kunst, darüber zu berichten. Alles, was man dafür benötigt ist der Zugang zu den "Tickern" der üblichen Nachrichtenangenturen.

Geschwurbel!

Das einst seriöse Portal "SPIEGEL online" bringt heute dennoch als Aufmacher Kaffeesatzleserei über die amerikanischen Beziehungen zu Israel, berichtet abfällig über eine angebliche Planlosigkeit Donald Trumps hinsichtlich Nordkorea und macht Werbung für Martin Schulz. Dann geht es weiter mit einem dritten Aufguss ohne echten Neuigkeitswert zum neulich stattgehabten Skandal bei der Bundeswehr, um in einem Test zu gipfeln, der prüft, ob man als Leser das "Zeug zum Superreichen" hat. Man staunt.

Schwachsinn!

Die Onlineausgabe der WELT findet es berichtenswert, dass Präsident Trump die Lippen zusammengepresst habe, als der bilinguale kanadische Premierminister französisch sprach. Wo hier der Nachrichtenwert liegen soll, erschließt sich nicht einmal mit sehr viel Fantasie - es sei denn, man will unterschwellig den falschen Eindruck erwecken, Präsident Trump sei doof oder habe aus unerfindlichen Gründen etwas gegen das Französische. Und auch bei der linken "taz" sieht es nicht viel besser aus. Dort sorgt man sich um die Partei des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten als Leitartikel plus einiger Hintergrundberichte zum gleichen Thema, berichtet über Kämpfe in der kongolesischen Provinz Kasaí und über eine komplett irrelevante Dame namens Sabine M. Mairiedl.

Zensur?

Deutschland hat eine Lückenpresse, deren Machern die Maßstäbe verrutscht sind. Wenn die Multikulti-Utopie in Paris wieder einmal in Flammen steht oder ein GEZ-Clown einer schwangeren Konservativen Gewalt an den Hals wünscht, dann passt das einfach nicht in die Gedankenwelt jener Menschen, welche die deutschen Redaktionen bevölkern. Wenn die Mehrheit der Presse in der Hand einer Subkultur liegt, dann setzt diese auch die Prioritäten in der Berichterstattung. Das ist die normative Kraft des Faktischen. Man setze lauter Linksgrüne oder Großstadtliberale in die Redationen und schon hat man eine stromlinienförmig linke Medienwelt.

Das geht nicht gut!

Es ist kein Zufall, dass die nationalliberale "Junge Freiheit" rasant steigende Verkaufs- und Abozahlen hat, während andere Blätter wie die BILD massiv einbrechen. Als kleiner Schreiberling von jenseits des Atlantiks, der hier für ein neutrales schweizer Medium schreibt, bestätige ich Ihnen: Sie leiden nicht an einer optischen Täuschung, wenn Sie glauben, die deutschen Nachrichten informieren Sie nicht umfassend. Aber es gibt leichte Auswege. Uns natürlich - aber auch jede andere deutschsprachige Zeitung in Österreich und vor allem in der Schweiz. Denn gerade dort ist die politische Mitte noch da, wo sie hingehört: in der Mitte und nicht im linksgrünen Sumpf. #Zensur #Lügenpresse #Pressefreiheit