Bundeskanzlerin Merkel hat lange zu #Martin Schulz geschwiegen. Jetzt holt ausgerechnet die CDU-Chefin zur Ehrenrettung der SPD aus. Schulzens wirtschaftspolitischer Amokplan, die „#Agenda 2010“ von SPD-Kanzler Gerhard Schröder zu schreddern, sei unverantwortlich. Schröder hatte in den Jahren 2002 bis 2005 weitreichende Korrekturen am Sozialstaat vorgenommen, als die Arbeitslosigkeit in Deutschland bei über 5 Millionen Menschen lag. Die heutigen Traumzahlen von deutlich unter 3 Millionen Arbeitslosen und Vollbeschäftigung in den südlichen Bundesländern ist nicht zuletzt eine positive Spätwirkung dieser Politik. Auch wenn die Chemie zwischen Merkel (CDU) und ihrem Vorgänger Schröder (SPD) noch nie gestimmt hat, hat sie diese Politik fortgesetzt.

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Schröder war sogar dermaßen überzeugt von der Agenda 2010, dass er seine Kanzlerschaft damit riskierte - und sie verlor. Der linke Flügel der SPD ging in Radikalopposition, die Linkspartei bekam Aufwind und die SPD stürzte aus dem 40%-Himmel in den 20%-Keller, weil Schröders Politik von der eigenen Partei bekämpft wurde. Doch die Fakten geben Schröder Recht. Deutschland würde es, auch wenn dies viele Menschen nicht gerne hören, ohne seine Politik heute viel schlechter gehen. Martin Schulz (SPD) glaubt nun, mit einer Rolle rückwärts die Bundestagswahlen mit einer rot-dunkelrot-grünen Koalition gewinnen zu können. Ein Schlag ins Gesicht von Gerhard Schröder und auch in jenes des gewählten Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD), der die Agenda 2010 mit Schröder gemeinsam entworfen hat.

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Daher muss jetzt die CDU-Kanzlerin ran, um zu erinnern, dass sich ihr SPD-Vorgänger Schröder „um Deutschland verdient gemacht hat“. Der Populist Schulz holzt dagegen weiter gegen die größte Errungenschaft seiner Partei in den vergangenen zwanzig Jahren wie eine tollwütige Axt im Walde.

Etwas Erinnerung!

Die Bundeskanzlerin erinnerte daran, es seien dank Schröder mehr Deutsche in Arbeit gekommen worden und die Zahl der Arbeitslosen habe sich seit 2005 halbiert. Deshalb habe sie an Schröders Politik auch nur Anpassungen vorgenommen, die Grundlinie aber nie geändert. So sei es unverantwortlich, wenn Martin Schulz jetzt die Grundfesten dieser von der SPD-initiierten Politik zerstören wolle.

Merkel wundert sich - zu Recht!

Mit aufrichtiger Verwunderung nimmt die Kanzlerin zur Kenntnis, dass die SPD die größte Erfolgsgeschichte der Kanzlerschaft Schröders nicht für sich reklamiert. Die Sozialdemokraten könnten damit Wahlkampf machen, dass es der SPD-Kanzler Gerhard Schröder war, der den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands in die Wege geleitet hat.

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Stattdessen schäme man sich in der SPD für diese Weitsicht Schröders und behandele dessen Politik wie eine nicht heilende Wunde.

Zurück in die Achtziger?

Kanzlerkandidat Schulz von der SPD will Gerhard Schröders Lebenswerk dagegen zertrümmern. Die Bezugsdauer des "Arbeitslosengeldes I" will er deutlich verlängern, befristete Arbeitsverträge beschneiden und im Grunde zurück in die Achtzigerjahre. Abgesehen von der Frage, warum er Deutschland wieder in jene Misere zurückführen möchte, aus der Schröder das Land befreit hat, stellt sich auch die Frage: warum? Schließlich gibt es mit der Linkspartei schon eine politische Formation, die genau solche Pläne hat. Wieso also die Kommunisten kopieren?

Der Grund!

Die Motivation von Schulz dürfte weniger das Wohlergehen des Landes sein, als vielmehr ein Balzverhalten in Richtung der Kommunisten von der Linkspartei. Die adrette Sahra Wagenknecht gurrt bereits entzückt zurück. Dass sie einen Hang zu alternden Sozialdemokraten hat, zeigte sie durch ihre Heirat mit Oskar Lafontaine. Wie es aussieht, muss der gute Oskar auf seine Sahra gut aufpassen. Denn Schulzens politische Pfauenräder scheinen zu ziehen. Und die Zeche würden am Ende die hart arbeitenden Menschen in Deutschland zahlen, die von der Agenda 2010 profitieren wie nie zuvor - auch wenn die Linken bei SPD, Linkspartei und Grünen ständig das Gegenteil behaupten. #Angela Merkel