(StS/NYC zusammen mit SDN/MUC) Nach dem Wahlsieg Donald Trumps im November herrschte eine allgemeine Konfusion im Westen, wohin der damals frisch gewählte "Führer der freien Welt" (aka "Der Westen") die NATO steuern will. Man hoffte auf Klärung bis zum Amtsantritt im Januar. Doch statt Klarheit gab es von US-Präsident #Trump und seiner Mannschaft nur noch mehr widersprüchliche Aussagen und Handlungen. Also hoffte man auf die Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Wochenende, einer international einzigartigen Zusammenkunft der Außen- und Sicherheitspolitiker der Welt. Doch auch jetzt herrscht im Hinblick auf den Kurs der Vereinigten Staaten von Amerika eher noch mehr Ratlosigkeit als zuvor.

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Das Auftreten der amerikanischen Seite war in diesem Jahr geradezu bizarr.

Zwei Amerikas?

Angeführt wurde die US-Delegation wie schon in den Vorjahren vom hoch betagten republikanischen Senator John McCain. Er, ein Atlantiker wie aus dem Bilderbuch mit einer geradezu allergischen Abneigung gegen Putins Russland, sprach das Eine. Trumps Vizepräsident Mike Pence und US-Verteidigungsminister General Mattis sprachen butterweich ein wenig das Andere - ohne jede klare Linie in Sachen Russland. Immerhin bekannten sie sich zur NATO. Doch ob diese Worte eine Haltbarkeit haben, die über die Münchner Konferenz hinausreicht, werden die Tweets zeigen, die der gut geföhnte Chef aus Oval Office heraussenden wird.

Schon etwas schräg!

Begleitet man außenpolitische Themen schon eine Weile, dann kommt man nicht umhin, den gegenwärtigen Zustand der US-Sicherheitspolitik als etwas planlos zu bezeichnen.

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Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte dann auch, immerhin habe man von Mike Pence und General Mattis ein Bekenntnis zur NATO gehört. Den Rest müssten die Amerikaner daheim unter sich klären. Kein Wunder, dass dem russischen Außenminister Sergeij Lawrow das Dauergrinsen nicht aus dem Gesicht weichen wollte. Präsident #Putin saß vermutlich sich vor Lachen die Schenkel klopfend da und wusste nicht wohin mit seiner Schadenfreude. Sie sei ihm vergönnt. Es liegt am Westen, sich jetzt neu aufzustellen. #München