(StS/NYC) Vorab: bitte bekommen Sie keine Angst. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Dennoch fällt das, was Umweltschützer, die österreichische Kronenzeitung, die internationale Epoch Times, der russische Staatssender RT sowie Behörden in Frankreich, Österreich und Norwegen berichten nicht in die Kategorie "good news". Denn über Westeuropa wurden, wie erst jetzt bekannt wurde, Ende Januar abnorme Werte von radioaktivem Jod gemessen. Bestätigt wurde dies auch für Deutschland und Österreich. Dessen Umweltministerium ließ ausrichten, es seien nur minimale Mengen gewesen, wie eine Sprecherin der österreichischen Regierung, namens Magdalena Rauscher-Weber betonte.

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Auch Institutionen weiterer europäischer Nationen seien sich einig, dass zu keinem Zeitpunkt die Gesundheit der Bevölkerung in Gefahr war. Dennoch mahnen Umweltaktivisten an, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen. Der Fall müsse restlos aufgeklärt werden. Das Vorhandensein eines radioaktiven Isotops in der Luft habe schließlich einen Grund und stelle die Experten vor die Frage, wo die Quelle dieser #Radioaktivität lag. Auch erscheint erstaunlich, dass die Menschen in #Europa erst einen Monat nach dem Ereignis überhaupt und dann auch nur nebenbei informiert wurden. Wenn der Vorfall ungefährlich war - voran derzeit kein Zweifel besteht - gäbe es schließlich umso mehr keinen Grund, diesen einfach zu verschweigen.

Woher und warum?

Der russische Staatssender RT verwies auf Daten des Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) in Frankreich.

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Dort wird die Liste der betroffenen Länder umfassender angegeben. Bevor die Franzosen über ungewöhnliche Werte berichteten, sei die Radioaktivität in Norwegen, Schweden und Finnland gemessen worden. Betroffen gewesen seien demnach Polen, Tschechien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Österreich. Dies spreche für eine Verteilung auf einer Nordost-Südwest-Achse quer über Europa. Jedoch bestätigt auch das IRSN, ebenso wie die norwegische Strahlenschutzbehörde, dass die gemessene Strahlung nur minimal erhöht gewesen sei, so dass kein Risiko für die Gesundheit von Mensch und Umwelt bestanden habe. Das Umweltministerium in Wien betonte weiter, die erhöhte radioaktive Strahlung sei mittels einer "Sammelmessung" über eine ganze Woche hinweg aufgefallen. Danach hätten sich die Werte wieder normalisiert.

Ahnungslose Europäer!

Man hat jedoch weder in Wien noch in den anderen europäischen Hauptstädten offenbar auch nur die Spur einer Ahnung, weshalb dieses radioaktive Phänomen auftrat - oder alle Behörden mauern gegenüber der Öffentlichkeit.

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Dies ist jedoch unwahrscheinlich, weil die europäischen Strukturen derart komplex sind, dass sich früher oder später immer irgendwo ein Behördensprecher verplappert oder Daten an die Presse durchsickern. Man kann also davon ausgehen, dass die Europäer wirklich keine Ahnung haben, was Ende Januar passiert ist. Aufgrund der geringen Werte könne aber eine Havarie in einem Atomkraftwerk als Grund sicher ausgeschlossen werden, so Rauscher-Weber laut APA.

Russland?

Aus unbekannten Gründen hat die amerikanische Regierung allerdings einen Verdächtigen, wie britische Medien berichten: die Russische Föderation. Dafür spreche das Ausbreitungsmuster der Radioaktivität. Die US Air Force (amerikanische Lufwaffe) soll nach diesen Berichten eine militärische Boeing C-135 mit speziellen Messgeräten losgeschickt haben, um die radioaktive Partikel zu messen und zu analysieren. Laut der zuvor genannten Quellen halten die Vereinigten Staaten es für möglich, dass #Russland im Gebiet von Novaja Semlja im nördlichen Polarmeer einen kleinen nuklearen Sprengsatz gezündet habe. Die in Europa gemessenen Werte an Radioaktivität könnten demnach eine Art Fallout dieses Tests gewesen sein. Für diese Mutmaßung ließ sich bislang allerdings keine Bestätigung finden. Es bleibt rätselhaft - aber harmlos.