Nach all den Jahren im Umfragekeller kann man es den deutschen Sozialdemokraten (#SPD) nicht verübeln, dass sie in nahezu hysterische Zustände geraten, wenn sie in Umfragen mal über 25% liegen. Und in der Tat sieht es aktuell laut dem Institut "Infratest dimap" wie folgt aus: CDU/CSU 34%, SPD 28%, Grüne 8%, FDP 6%, Linkspartei 8% und AfD 12%. Wenn man allerdings ein wenig Addition betreibt, dann fällt auf: Die SPD geht auf Kosten der Grünen und der Linkspartei nach oben - ein klassisches Nullsummenspiel. Nun braucht aber auch ein #Martin Schulz eine Mehrheit im Bundestag, sonst wird das nichts mit der Eroberung des Kanzleramts. Und so macht es Sinn, im inzwischen zersplitterten deutschen Parteiensystem die Lager anzuschauen.

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Da steht auf zuvor genannter Grundlage das linke Lager (SPD, Grüne, Linkspartei) bei 44% gegenüber 52% für das rechte Lager (CDU/CSU, FDP, AfD). Das dieser Spalt enorm ist, muss man nicht gesondert erklären. In Deutschlands größtem Bundesland, Nordrhein-Westfalen (NRW), wo auch bald gewählt wird und bislang eine rot-grüne Regierung am Ruder ist, steht es rund 47% gegen 50% zugunsten des rechten Lagers.

Die SPD im Paralleluniversum?

Das Land NRW wäre also für eine rot-dunkelrot-grüne Koalition theoretisch noch gewinnbar. Doch selbst wenn das gelingen sollte ist fraglich, ob SPD und Grüne es mit den dunkelroten von der Linken fünf Jahre durchhalten würden. Zu verschieden sind die Ansichten unter dem Lack einer ähnlichen Rhetorik zwischen den linken Parteien, gerade in NRW.

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Außerdem würde eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei einige Monate vor der Bundestagswahl viele bürgerliche Wähler erschrocken in die Arme von CDU, FDP und AfD treiben.

Der falsche Kandidat!

Martin Schulz kann zwar eingefleischte Sozialdemokraten in entrücktes Entzücken versetzen, aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass er Wähler aus der umkämpften "Mitte" zur SPD ziehen könnte. Daran ändern auch Umfragen nichts, die besagen, dass Schulz derzeit den Popularitätswettbewerb mit Angela #Merkel gewinnen würde. Der Grund dafür ist simpel: die Deutschen haben die Nase voll von ihrer Flüchtlingskanzlerin und kennen Martin Schulz bisher kaum. Der Ex-Chef des Europäischen Parlaments ist den Deutschen inhaltlich so unbekannt wie ein beliebiges Mitglied des Politbüros der chinesischen Kommunisten - und so kann man seine ganzen Wünsche in ihn hineinfantasieren.

Hinter der Maske des Martin Schulz?

Dabei ist die politische Agenda von Martin Schulz leicht erklärt: Er ist wie Merkel auf Speed.

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Viel mehr EU, viel weniger nationale Entscheidungen, viel offenere Grenzen, viel mehr Flüchtlinge, viel mehr Geld für Europas armen Süden, viel mehr Steuern, viel weniger Selbstbestimmung, viel mehr von allen Fehlern Merkels. Das ist der wahre Martin Schulz. Sollte er also nicht wegen seiner allseits bekannten Egomanie plötzlich zum inhaltlichen Anti-Merkel werden, wird den Deutschen schnell auffallen, dass die vermeintliche Alternative Schulz das Merkeldrama nicht lösen, sondern weiter beschleunigen würde.

Eine Vorhersage!

Wenn kein allzu großes Wunder passiert, wird es nach der nächsten Bundestagswahl weiter eine Koalition aus CDU/CSU und SPD geben oder aber eine Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen. Die Sozialdemokraten werden es noch bereuen, auf Martin Schulz gesetzt zu haben. Mit ihm werden sie vermutlich noch nicht einmal eine Chance bekommen rot-dunkelrot-grün im Bund auszuprobieren. Wieder einmal denken die Sozialdemokraten in einer Personalfrage zuerst an die Befriedigung ihrer Mitglieder, an den "Stallgeruch", statt an das Volk in seiner Gesamtheit.

Der Bundespräsident?

Immerhin stellt die SPD mit Frank-Walter Steinmeier bald den Bundespräsidenten. Wenn er sein Amt klug und mehr politisch als repräsentativ führt, ist seine Präsidentschaft bei dem derzeitigen Einheitsbrei im Bundestag eine Chance für die SPD, ihre Themen auf die Agenda zu setzen und voranzutreiben. Doch Schulz... das wird nichts.

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