(StS/NYC, SN/CH, dts, BN) "Wenn die #Europäische Union den ungeregelten Massenzufluss an Flüchtenden nicht verhindert und die Sicherheit ihrer Bürger nicht garantiert, dann gibt es bald nichts mehr, was sie regeln kann." Ok, sagt bestimmt schon wieder ein Spinner mit dem ungesunden Hang zu Verschwörungen, der seinen Aluhut gegen böse Gedankenstrahlen daheim vergessen hat? Nein? Doch nicht? Sagt wer? #Miro Cerar? Wer soll das sein?

Der Ministerpräsident Sloweniens?

Ups.

Irrtum!

Wenn einem alle auf der Autobahn entgegenkommen, ist man ziemlich sicher selbst der Geisterfahrer. Genau das spielt sich offenbar gerade in Europa ab.

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Der versammelte europäische Osten, dazu noch der gesamte Balkan, Österreich, die Niederlande, Großbritannien und manch andere starren auf Deutschland und fragen sich, wann die Bundesrepublik endlich ihr eigenes Aluhütchen wiederfindet und den Weg zurück zu Sinn und Verstand. Denn Ministerpräsident Cerar stellt keine Ausnahme in Europa dar, er repräsentiert eine beachtliche Minderheit - wenn nicht sogar inzwischen die Mehrheit. Denn Staats- und Regierungschefs wie Beata Szydło (Polen), Miloš Zeman (Tschechei), Kolinda Grabar-Kitarović (Kroatien) und viele andere sehen in Miro Cerar den Geistesklaren und nicht in der Berliner Chaos-Kombo.

Geisterfahrer?

Wenn man im GEZ-Fernsehen rund um die Uhr mit dem schwarz-rot-grün-dunkelroten Einerlei berieselt wird und auch der neue SPD-Kandidat Martin Schulz Frau Merkels Flüchtlingspolitik so dufte findet, dass er sie auf Speed fortführen will, dann, ja dann glaubt der Deutsche, der keine ausländischen Sender schaut, dass Deutschland schon auf der richtigen Spur sein wird.

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Oder wann haben sie - an prominenter Stelle und ohne abwertenden Unterton - in den Mainstreammedien etwas darüber gehört, dass Deutschland der Geisterfahrer Europas ist?

Richtig!

Genau, nirgends. Klar flitzen jetzt irgendwo in den "sozialen Medien" oder in irgendwelchen Kommentarfunktionen die Besserwisser herbei, die irgendwelche Links posten, dass es hier oder da doch in der Tagesschau-App stand. Klar findet sich das alles. Die Mainstreammedien werden schließlich nicht von Dilettanten gemacht. Aber es ist eben keine neutral vorgebrachte Hauptmeldung in den Abendnachrichten und keine Seite-Eins-Story in den großen Zeitungen. Man bringt so etwas, um es gebracht zu haben, damit die Trolle der Berliner "Elite" schreien können, "seht, da steht es doch". Netter Trick, funktioniert sogar erstaunlich gut.

Nirgends steht es!

Es ist völlig irrelevant, was auf Seite 1001 der Tageschau-App oder irgendwo im Kleingedruckten der Süddeutschen steht. Der gesamte mittel- und osteuropäische Diskurs wird somit ausgeblendet.

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Lieber berichtet man darüber, dass Donald Trump die Medien beschimpft. Gütiger, der Mann hat doch Recht! "Millionen Migranten warten darauf, diesen Weg in die Europäische Union zu gehen. Das ist eine sehr ernste Situation", sagte Cerar sogar dem Spinger-Blatt "Bild am Sonntag". Aber war es der Aufreger des Tages? Nein. Natürlich nicht. Weil man etwas drucken kann und es trotzdem unter den Teppich kehren kann.

Tricks auf offener Bühne?

Das war schon im Fall des Yogeshwar-Skandals so. Im WELT-Interview sagte der GEZ-TV-Moderator völlig unverblümt, er fände eine Zensur der sozialen Medien à la China ganz nett. Aufschrei? Null. Kritisches Nachhaken der Interviewer? Null. Konsequenzen für diese skandalöse Aussage? Null. Aber die WELT hat die Hände sauber, denn sie hat es ja schließlich gedruckt. Dass es im Beiläufigen nirgendwo ankommt, ist vermutlich gewolltes Kalkül. Man hat "sauber" gearbeitet, aber die Aussage von der Schwelle zur breiten Wahrnehmung abgeschirmt.

Lügenpresse!

Ja, liebe Deutsche, Teile Ihrer Medien sind tatsächlich eine Lügen- und Lückenpresse. Lesen Sie seriöse Alternativen. Zum Beispiel deutschsprachige Zeitungen aus Österreich und vor allem aus der Schweiz, wo die politische Mitte noch in der Mitte ist. Lesen Sie die NZZ oder eben Blasting.News. Wir verheimlichen nichts. Versprochen! #Lügenpresse