Demnach zeigt eine Studie, dass Vorstände von DAX-Unternehmen über das 50-Fache des Durchschnittsgehalts ihrer Angestellten verdienen. Diese Gehälter werden i.d.R. nicht leistungsbezogen bezahlt. Weiterhin belastet die steuerliche Abzugsfähigkeit dieser beträchtlichen Vergütungen die Allgemeinheit.

Der Gesetzesentwurf

Er sieht vor, dass die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft. Über die vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder entscheidet. Die steuerliche Absetzbarkeit des variablen Gehaltsanteils soll auf 500.000,00€ begrenzt werden.

Ruhebezüge eines ehemaligen Vorstandsmitglieds, die in der Summe die jährliche Rentenversicherungsbemessungs-grenze von 76.200,00€ übersteigen, sollen laut Entwurf ebenfalls nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können.

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Ruf nach Deckelung der Managergehälter nur ein Stimmenmagnet?

Bei seiner Pressekonferenz am 22.02.2017 in Berlin sprach Oppermann noch von einer „gerechten Begrenzung“, die Vorstandsgehälter beim 30-Fachen des Durchschnittseinkommen der Angestelltengehälter des Konzerns beschränken sollte.

Wenn schon, denn schon

Warum nicht beim 50-Fachen deckeln? Aber dann bitte ausgehend vom geringsten Einkommen innerhalb des Unternehmens. Das wäre doch ein soziales Zeichen mit nachhaltiger Wirkung. Als nicht zu verachtender Nebeneffekt würde die Anhebung der Einkommen einen nicht zu verachtenden Impuls für die Wirtschaft setzen.

Ein Durchschnittsgehalt bezieht auch die Managergehälter selbst mit ein und verfälscht den Durchschnitt eklatant nach oben und ein Anreiz einer annähernd gerechten und leistungsorientierten Entlohnung bleibt auf der Strecke.

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Fazit :

Rückkehr zur #Sozialdemokratie, oder nur ein längst überfälliges Gesetz?

Es bleibt ein schwaches Signal der #SPD ohne maßgebliche soziale Effekte. Wäre doch gerade dieses Thema geeignet, abgewanderte SPD-Wähler zurückzugewinnen und die soziale Kluft ein bisschen zu schließen. Die Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit erscheint wie der Tropfen auf dem heißen Stein, betrifft sie doch nur Vorstände der DAX notierten Unternehmen.

Es bleibt die Qual der Wahl

Nähe zum Wähler oder Kalkül