Der leitende Stratege von Präsident #Trump, Ex-Breitbart Chef Steve #Bannon, lüftet langsam das Geheimnis der Agenda, die mit Donald Trump ins Weiße Haus eingezogen ist. Laut amerikanischen Print- und TV-Medien strebt der Trump-Flüsterer nichts Geringeres als einen weitestgehenden Rückbau des Staates an. Damit ist jetzt mehr oder weniger offiziell, dass die vor allem aus den US-Südstaaten bekannte Subkultur der Staatshasser die Politik der Vereinigten Staaten maßgeblich mitgestaltet. Das ist, wenn Präsident Trump dies tatsächlich auch selbst unterstützt, nichts weniger als ein geopolitischer Sprengsatz ungekannten Ausmaßes. Steve Bannon, über dessen Ziele bereits viele Gerüchte kursierten, gab dies am Donnerstag zusammen mit dem Stabschef der Trump-Administration, Reince Priebus, vor der CPAC zu.

Werbung
Werbung

Bannon, dem Trump nach Meinung vieler Beobachter hörig sein soll, sieht im Staat als solchen einen Feind. Seiner Weltsicht zufolge behindere der Staat Prosperität und die Souveränität der Menschen. Deswegen müsse der Staat der „#Dekonstruktion“ (er hat es wirklich exakt so gesagt) preisgegeben werden. Mit diesen Worten outet Bannon sich als weder konservativ noch reaktionär, sondern als Vertreter einer sehr spezifisch amerikanischen Form des rechten Anarchismus. Und dieser Mann ist der Taktgeber der Regierung Trump. Bannon plauderte munter weiter, sich und seiner Sache sehr sicher. Er habe maßgeblich mit dafür gesorgt, dass Trumps Minister gewollt oder ungewollt - er spielte hier offenbar auf Unfähigkeit an - dem Ziel der „Dekonstruktion“ dienen. Bannon lobte sich dabei selbst als radikaler Intellektueller mit einer nationalistischen Agenda.

Werbung

Von allen guten Geistern verlassen?

Bennon ist Hirn, Hand und Schwert der Regierung Trump. In seiner Radikalität stellt er, wie sich jetzt zeigt, selbst andere „Vordenker“ wie Alexander Geljewitsch Dugin aus Russland in den Schatten, der eine rechts-völkische Ideologie mit einem machtvollen Staat anpreist. Die Situation in Washington und Moskau unterscheidet sich allerdings gravierend. Während Dugin im vorpolitischen Bereich seine clownesken Thesen verbreiten darf, käme Präsident Putin nie auf die absurde Idee, die Gedanken dieses verschrobenen Intellektuellen zur Staatspolitik zu machen. In den USA dagegen sitzt ein politisch Wahnsinniger jetzt an den Hebeln der Macht und führt Präsident Trump die Hand.

Er hasst einfach alles!

Für Bannon ist die EU ein Beispiel für ein Zuviel an Staat sein, obwohl sie gar kein Staat ist. Sie sei eine „fehlerhafte Institution“. Handelsabkommen mit anderen Nationen seien reiner „Unsinn“ und gehörten gekündigt. „Jeder Tag wird ein Kampf sein“, rief Bannon seinen Freunden der CPAC zu.

Werbung

In den Medien sieht er „die Opposition“, die zu bekämpfen sei. Präsident Trump werde, daran ließen Bannons und Priebus keinen Zweifel, alle diese Pläne ein zu eins umsetzen. Wer sich darüber wundere, sei selbst schuld, denn es sei alles „in seinen Reden gewesen“ und das „müssen alle früher oder später mal kapieren“, sagte Bannon. Dass dem nicht ganz so ist, kann man durch ein Nachlesen der Transskripte der Wahlkampfreden Trumps leicht entlarven. Doch Bannon rührt das nicht, er glaubt an seine „alternativen Fakten“.

In einer Reihe mit den Mullahs?

In der jüngeren Geschichte gab es nur eine einzige andere Regierung auf diesem Planeten, die eine ähnliche endzeitliche Agenda der „Dekonstruktion“ hatte. Das war jene unter Mahmud Ahmadineschad im Iran, deren oberstes Ziel es nicht war, dem Volk zu dienen, sondern das Land auf eine Rückkehr des 12. Imams der Schiiten vorzubereiten. Das Mittel zum Zweck: Chaos stiften. Denn der schiitische Imam soll aus dem Himmel herabsteigen, wenn die Welt im Chaos versinkt. Es ist exakt diese Art politischen Wahnsinns, die jetzt im Weißen Haus sitzt. Mit dem feinen Unterschied, dass die Mullahs im Iran die Atombombe sehnlichst wollten - Donald Trump aber den Startknopf für tausende von Nuklearsprengköpfen Tag und Nacht in Griffweite hat.