(StS/NYC) In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), dem 1989 kläglich gescheiterten Versuch eines sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaats auf deutschem Boden, war das Ministerium für Staatssicherheit (#Stasi) die wichtigste Stütze des Regimes - abgesehen von der Tatsache, dass die Staatsführung 16 Millionen Deutsche eingemauert hatte. Die Stasi wurde am 8. Februar 1950 ins Leben gerufen. Ein Grund zu fragen: wo stecken die Genossen der Stasi eigentlich heute? Gegner des Systems wurden ebenso von der Stasi ausgespitzelt und drangsaliert wie jene, die einfach nur raus wollten aus dem armseligen sozialistischen Experimentierfeld. Nicht wenige landeten "dank" der Stasi im Gefängnis, weil sie die DDR trotz "Neusprech Propaganda" nicht mehr ertragen hatten. Doch wer denkt, es habe nach dem Ende der DDR ein Großreinemachen gegeben, der irrt. So ist etwa die Partei "Die Linke" die alte Diktaturpartei SED, nur unter neuem Namen und mit frischem Lack.

Alle Spitzel außer Uschi?

Aber zurück zur Stasi. Bei knapp 16 Millionen Einwohnern spitzelten rund 90.000 hauptberufliche Schlapphüte, und als wäre das noch nicht genug, kamen etwa 200.000 inoffizielle Mitarbeiter (IM) hinzu. Das bedeutet, dass rund 2% der DDR-Bürger haupt- oder nebentätig Mitarbeiter jenes Geheimdienstes waren, der das eigene Volk in allen Lebenslagen ausspionierte. Technisch und infrastrukturell war die Stasi moderner und effektiver als es die marode DDR selbst jemals war.

Manipulationen!

Auch in der Bundesrepublik wütete die Stasi. Sie bestach 1972 nachweislich Bundestagsabgeordnete, um den DDR-freundlichen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in Bonn an der Macht zu halten, pflanzte Agenten in Ministerien, ja sogar im Kanzleramt - und unterwanderte die Friedensbewegung ebenso wie Teile der Presse. Dazu trainierte sie auch noch Terrorkommandos der "Roten Armee Fraktion" (RAF), die Westdeutschland in den Siebzigern und Achtzigern mit Gewalttaten in Atem hielten.

Sanfter Abgang?

Als die DDR 1989 an ihrer eigenen Unfähigkeit erstickte, hatte viele Stasi-Leute zurecht Angst. Doch die Sorgen waren unbegründet. Die Bundesrepublik ging mit den Eliten und Amtsträgern der DDR nachsichtig um. Kaum jemand kam vor Gericht und das Wort "Wendehals" machte die Runde. Gemeint waren Mitglieder der DDR-Elite, in Armee, Polizei, Bildung und Verwaltung, die plötzlich vom Sozialismus nichts mehr wissen wollten und sich aufführten, als hätten sie mit der DDR nie etwas zu tun gehabt. Es gab keine Aufarbeitung, keine Wahrheitsfindungs- und Versöhnungsprozesse wie in Südafrika nach der Apartheid, nichts.

Sie sind überall!

So begegnen einem Stasi-Leute auch heute noch als Abgeordnete, Regierungsbeamte, Dozenten, Journalisten und - wie die ET berichtet - sogar in leitenden Positionen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. Aktuell ist der Fall des Berliner Staatssekretärs Andrej Holm (Linke bzw. Ex-SED) virulent, der im Stasi-Regiment "Felix Dzierzynski" gedient hatte. Er wurde neulich geschasst, doch geschichtlich naive Studenten demonstrieren dennoch für ihn. Ein Zeichen für den gestörten Geisteszustand des heutigen Deutschlands.

Früher Spitzel, heute...

Ebensolch ein Symptom ist auch Anetta Kahane, die unter dem Tarnnamen "Viktoria" für die Stasi spionierte. Jetzt ist sie als "Demokratiehüterin" im "Kampf gegen Rechts" im Einsatz, und zwar mit dem Segen der CDU/CSU-SPD Regierung von Angela #Merkel, die selbst als "FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda" dem Staat ihre Treue erwies!

DDR light?

So konnten die meisten der rund 290.000 Stasi-Mitarbeiter es sich in den neuen Verhältnissen bequem machen und das vereinigte Deutschland mitprägen. Wundert es angesichts dieser Tatsache, dass es manch Westdeutschem so vorkommt, als habe ein Stück des Stasi-Geistes die im alten Westdeutschland herrschende Freiheitlichkeit ein Stück weit zersetzt? Je weiter man von Deutschland entfernt ist, desto deutlicher meint man, solche Tendenzen zu erkennen. Es ist sehr wahrscheinlich keine Fehlwahrnehmung. Leider. #Kahane