So langsam scheint die Hysterie um #Cannabis auch in Deutschland wieder in ruhige Bahnen zu gleiten, seit Freitag dürfen Ärzte schwer kranken Patienten Cannabis auf Rezept verschreiben. „In Deutschland ist eine neue Ära angebrochen“, beschreibt der Deutsche #hanfverband die sensationelle Änderung in der Gesetzgebung. Zu den Krankheiten gehörten zum Beispiel Schlafstörungen, Depressionen und ADHS. Der Schritt stelle einen Meilenstein für alle Betroffenen und die gesamte Bewegung zur Legalisierung von Cannabis in Deutschland dar.

In der Gesellschaft bestehe jetzt vor allem Aufklärungsbedarf, sagt Georg Wurth, der Pressesprecher des Deutschen Hanfverbandes: „Gerade in Süddeutschland müssen sich die Menschen noch daran gewöhnen Cannabiskonsumenten im Alltag zu erleben. Auch die Polizei wird sich darauf einstellen müssen, dass Patienten öffentlich Cannabis konsumieren dürfen.“

Cannabis: Schon Wilhelm Busch hat seine Knasterpfeife geschätzt

Wie konnte die robuste Wunderpflanze nur so in Verruf geraten? Auch unsere Vorfahren haben Hanf, welches auch Knaster genannt wurde, nicht nur zur Herstellung von Seilen und zum Brotbacken genutzt. Die einzige Einschränkung: Kindern wurde auch schon damals geraten die Finger vom Cannabis zu lassen. Der deutsche Zeichner, Maler und Schriftsteller Wilhelm Busch, bekennender Hanffreund, zeichnete und dichtete 1864 über einen Jungen, der sich verbotenerweise an einer Knasterpfeife vergriffen hatte: „Krischan, lat de Piepen stahn“.

#Gesetz nicht aus Menschlichkeit

Jedoch davon, dass auf deutschen Feldern wieder Hanf in allen Variationen wächst, sind wir noch noch weit entfernt. Der Deutsche Hanfverband kritisiert das Verbot für Patienten, ihr Cannabis selbst anzubauen. „Neben der Kostenersparnis für die Krankenkassen ist auch die riesige Sortenvielfalt beim Cannabis ein Thema. Manche Patienten haben positive Erfahrungen mit einer ganz bestimmten Sorte und wollen diese weiterhin nutzen”, erklärt Wurth. Das neue Gesetz sei nicht aus Mitgefühl für die Patienten verabschiedet worden, sondern die Regierung habe das Recht auf Eigenanbau von Patienten verhindern wollen und das auch offen kommuniziert. „Das ist für uns nicht akzeptabel.

Ich meine:

Der Hanfverband hat völlig Recht. Es wird Zeit für ein Hanf-Come-Back auf allen Ebenen. Was viele nicht wissen, die Heil-Pflanze ist eine ältesten Kulturpflanzen der Welt, ist ein phantastisches Lebensmittel, hat eine ungewöhnlich hohe Nährstoffdichte, viele Vitalstoffe, hochwertiges Protein, ihre Aminosäuren passen perfekt zum Menschen. Es gibt zum Beispiel Hanfsamen, Hanfmehl und Hanföl. Des weiteren können aus Hanf wunderbare Textilien in Bio-Qualität gefertigt werden.

Würde Hanf komplett legalisiert, würden in Deutschland die Kassen klingeln. Steuereinnahmen würden sprudeln, Immobilien-Werte würden steigen, der Tourismus würde boomen und rund vier Millionen deutsche Kiffer wären glücklich. Dazu kämen jede Menge freie Kapazitäten bei Polizei und Justiz. Also: Legalize it!

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