(ON/NYC) Im Kampf der Kulturen verschärft Türkenführer #Erdogan abermals den Ton. Der inhaftierte deutsche Journalist Denis Yücel sei ein "terroristischer Agent". Der deutschen Kanzlerin unterstellte der werdende Diktator vom Bosporus erstmalig höchstpersönlich "Nazimethoden". Nun kann man Frau Dr. #Merkel so einiges nachsagen, von einem Entengang bis zur Flutung Deutschlands mit so genannten “Flüchtlingen”. Aber eine Nazibraut ist sie dann doch ganz gewiss nicht. Vielleicht weint sie nachts noch manchmal heimlich ihrer blauen FDJ Kluft nach, aber braun, nein, das ist der den Deutschen nicht mehr ganz so liebste Kanzlerin sicher auf keinen Fall.

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Irgendwann zwischen dem Morgen- und dem Mittagsgebet muss Herrn Erdogan auch der Sinn für Ehre abhanden gekommen sein. Dabei hängen doch gerade die Türken so inbrünstig an genau dieser. Auf jeden Fall duzt Recci aus Konstantinopel jetzt Angie aus Berlin. "Du benutzt gerade #Nazi-Methoden“, donnerte Erdogan laut Spiegel in Richtung Kanzlerin Merkel. Kein Mensch weiß wieso, aber für Erdogan ist gerade irgendwie jeder auf irgendeine Art ein Nazi. Vermutlich sogar seine Putzfrau, wenn sie mal wieder nicht unter der Schüssel gewischt hat. Nazi geht bei Erdogan gerade immer.

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Alles Nazis…?

Ein “Nazi” ist für Erdogan vermutlich auch der in türkischer Geiselhaft sitzende WELT-Journalist Denis Yücel. Er muss für Erdogan sogar ein Obernazi sein, denn an eine Freilassung denkt der osmanische Imperator nicht mal im Traum. Dabei hat Yücel, zu dessen Fans der Autor dieser Zeilen definitiv nicht gehört, gar nichts verbrochen. Erdogan ließ ihn trotzdem festnehmen und stecke ihn in Untersuchungshaft. Er soll "Propaganda für eine terroristische Vereinigung" und "Volksverhetzung" betrieben haben.

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Psychologen meinen, man würde, wenn man geistesgestört ist, im Gegenüber jene Dinge sehen, die man selber in sich trägt. Vielleicht trifft dies auf Erdogan versus Yücel zu? Man weiß es nicht.

Raus!

Alle redlichen Bemühungen Deutschlands, Yücel freizubekommen, prallen am Türkenherrscher ab. Hätten die deutschen Politiker Eier in den Hosen, würden sie der Türkei nicht nur den Geldhahn abdrehen, sondern die diplomatischen Beziehungen abbrechen und die ganze Bande aus der Botschaft und den Konsulaten in einer alten Barkasse nach Konstantinopel ausfahren. Bei Nacht und im Stehen. Aber der letzte Kanzler mit Mut im Kopf und Kraft im Arm war Helmut Schmidt. Die amtierende Kanzlerette steht ja noch nicht einmal auf und geht, wenn der US-Präsident ihr den Handschlag verweigert.

Gott bleibt nichts erspart!

Am Sonntag wachte Erdogan dann mit der glorreichen Erkenntnis auf, dass "Nazi" nicht ausreicht. Also etikettierte er Yücel zum "terroristischen Agenten" um und dankte, laut Spiegel, dem lieben Gott höchstpersönlich für die Inhaftierung des Journalisten. Der liebe Gott muss wahrlich manche schwere Last tragen.

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Wenn jetzt ein Blitz auf den guten Reccep und seine Kopftuchministerinnen herabfährt, wissen wir, dass Gott kotzen musste. Vor etwa drei Wochen hatte ein Richter in Konstantinopel U-Haft für Yücel angeordnet, die in Erdogans Reich des Wahnsinns locker bis zu fünf Jahren dauern kann. Um das zu erreichen müsste ein verzogener türkischer Bengel in Berlin-Neukölln fünf Autos klauen und eine Kirche abfackeln, mal so grob geschätzt. Er könnte auch mit drei Tagen Sozialarbeit in einem Waldorfkindergarten davonkommen. Es ist ja einiges möglich im Deutschland des Jahres 2017.

Deutsche! Zeigt Haltung!

Jedes deutsche Unternehmen, das weiter mit der Türkei handelt treibt, jeder Deutsche, der dort immer noch Urlaub macht und jeder deutsche Politiker, der dem Erdogan-Regime nicht zeigt, wo der Hammer hängt, verwirkt das Recht zu fragen, wie Deutschland 1933 zu einer Diktatur werden konnte. Genau so, meine Damen und Herren. Genau so!