Im Rahmen der Ermittlungsarbeiten zum Terroranschlag auf das Londoner Parlamentsviertel hat die Polizei bislang sieben Personen festgenommen. Wie der Leiter der Terrorabwehreinheit von Scotland Yard, Mark Rowley, am Donnerstag mitteilte, wurden die in Haft genommenen Verdächtigen an verschiedenen Stellen Londons und Birminghams festgenommen. Mark Rowley musste auch die Anzahl der Todesopfer des, wie man inzwischen sehr sicher weiß, muslimischen Anschlags auf vier korrigieren. Der Terrorist und drei unschuldige Passanten seien verstorben. Die drei Todesopfer und unzähligen Verletzten des Terroristen seien, so Scotland Yard, zwei zufällige Passanten sowie ein Polizist.

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Viele weitere Personen wurden nach Angaben der BBC leicht bis schwer verletzt.

Die Zeitungen und das Fernsehen bat Scotland Yard um eine gewisse Zurückhaltung. Man erkenne, dass die Medien dabei seien herauszufinden, wer der Terrorist war, doch möge man bitte seine Identität nicht drucken, da man sich in einer gefährlichen Phase der Ermittlungen befände. Weitere Verhaftungen würden anstehen, die Polizeiarbeit gehe intensiv weiter. Bei dem feigen Terroranschlag hatte ein radikaler Islamist mit einem Fahrzeug der Mittelklasse am gestrigen Nachmittag zunächst Fußgänger auf der Westminster Bridge direkt am „Big Ben“ auf dem Gehweg im Zickzack umgefahren und danach, ohne aufgehalten worden zu sein, einen Polizisten vor dem britischen Parlamentsgebäude zu Tode erstochen.

May will Statement abgeben!

Premierministerin Theresa May, die zum Zeitpunkt des Attentats im Parlament war, wurde sofort in Sicherheit gebracht.

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Beobachter vor Ort berichten, sie sei in einem Hubschrauber von jener der Themse zugewandten Rasenfläche ausgeflogen worden. Offizielle Bestätigungen für dieses Vorgehen gibt es noch nicht, Fakt ist aber, dass May wohlauf ist und gegen Mittag Londonder Zeit vor die Öffentlichkeit treten will. Auch der Chef der Londoner Polizei, Craig Mackey, wurde nach Informationen der BBC zu einem Sicherheitstreffen in 10 Downing Street einbestellt. Dieses Meeting ist für den Lauf des heutigen Donnerstags angesetzt. Mackey ist in dieser Sache nicht nur eine wichtige Amtsperson, sondern auch Augenzeuge, weil er während der Attacke in der Nähe war. Was zunächst nach einem merkwürdigen Zufall klingt, erklärt sich aus der besonderen Sicherheitslage rund um Westminster, das Parlamentsareal. Dass der Polizeichef dort ein- und ausgeht ist nichts Ungewöhnliches.

Der Bürgermeister beruhigt - falsch!

Londons Bürgermeister Sadiq Khan distanzierte sich vom Angreifer und gab sich oberflächlich als Londoner Patriot.

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Man dürfe sich dem Terror nicht beugen und nicht erlauben, dass Attentäter den britischen Lebensstil zerstören oder die Gesellschaft spalten. Khan betonte vor allem letzteren Punkt in diversen Stellungnahmen, unter anderem beim Sender „Sky News“. Zugleich gab er zu, dass die Bedrohungssituation in #london schon seit vielen Jahren sehr hoch sei. In der Vergangenheit hätten die Sicherheitskräfte eine zweistellige Zahl an Anschlägen verhindert, so Khan.

Warum diese Lücke?

Sorgen macht sich Khan auch um den Tourismus in London. Schon am Mittwoch hatte er über den Dienst „Twitter“ eine Info an die Londoner und auch an die dort weilenden Touristen geschickt. Diese mögen sich bitte nicht alarmiert fühlen, London bleibe eine der sichersten Städte weltweit. Man werde sich nie durch den Terrorismus ängstigen lassen. Was jedoch bislang fehlt, ist dass der #Moslem Khan den London bedrohenden Terrorismus als das benennt, was er ist: radikalislamisch motiviert. Sein Vorgänger Boris Johnsons wäre das über die Lippen gekommen. Warum schweigt Khan dazu? #anschlag