Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde möchte eine #Moschee in Erfurt bauen. Während die beiden Kirchen das Vorhaben grundsätzlich unterstützen, gab es auch Protest - in Form von Kreuzen. Dieser Protest wurde von der "Einprozent"-Bewegung und "Bürger für Erfurt" ins Leben gerufen. Anfang März hatten die Moschee-Gegner ein rund zehn Meter hohes Holzkreuz neben dem geplanten Bauplatz errichtet. Diese Aktion wurde später auf dem YouTube-Kanal von "Einprozent" hochgeladen. Dazu hieß es: "In dem kleinen Erfurter Ortsteil Marbach (3906 Einwohner) soll in den nächsten Jahren eine Moschee der umstrittenen islamischen Ahmadiyya-Gemeinde entstehen. Verantwortungsbewusste Bürger organisieren seit Monaten einen zivilen Widerstand dagegen.

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Als Zeichen des Protests wurde am 04. März ein 10 Meter hohes Holzkreuz neben dem zukünftigen Gelände der Moschee errichtet."

Kritik von den Kirchen

Die beiden großen Kirchen hatten den Protest gegen die Moschee kritisiert: "Das Kreuz als Symbol des Christentums ist ein Zeichen der Gewaltlosigkeit, kein Kampfeszeichen", mahnten der katholische Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr und die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann. Wer die Religionsfreiheit infrage stelle, "sollte sich fragen, ob er auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht".

Holzkreuz entfernt

Das erste Kreuz wurde nach kurzer Zeit umgestoßen. Es folgte ein vier Meter hohes neues Kreuz. Weitere kleinere Kreuze folgten. Jetzt seien laut Informationen der Polizei zwölf Holzkreuze abtransportiert worden. Der Besitzer des Grundstückes hatte sich beschwert und den Verantwortlichen juristische Konsequenzen angedroht.

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Hierbei sei widerrechtliches Betreten fremden Eigentums und widerrechtliches Aufstellen von politischen Protestzeichen gefallen, so unsere Informationen.

Die Moschee wird kommen

Der Moscheebau ist seit geraumer Zeit stark umstritten. Die Ahmadiyya-Gemeinde plant ein Gebäude mit Kuppel und Zierminarett. Es wäre der erste Moschee-Neubau in Thüringen und nach Leipzig und Chemnitz das dritte derartige Gebäude in Ostdeutschland. Die Kirchen und alle im Thüringer Landtag vertretenen Parteien außer der AfD begrüßen das Vorhaben grundsätzlich. Wann der Bau beginnt, ist noch fraglich. #Islam #AfD