Ein Hauptthema im Bundeswahlkampf der SPD und zentrales Wahlkampfversprechen eine Reform des Arbeitslosengeldes. Wie die "Welt" berichtet, rechnet die #SPD mit einer Milliarde Euro zusätzlicher Ausgaben. Die Arbeitgeberverbände kommen auf viel höhere Summen

Kosten würden deutlich höher liegen

Das groß angekündigte Arbeitslosengeld Q, könnte laut einem Bericht der "Bild" deutlich größere Summe benötigen als bisher geplant. Laut der SPD würde die Reform des Arbeitslosengeldes nicht mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr kosten. Berechnungen der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) zeigen auf das die Kosten bedeutend höher liegen würden, berichtet die "Bild" am Montag.

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Laut der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 417.000 Menschen länger als drei Monate arbeitslos und würden für das neue Arbeitslosengeld in Betracht kommen. Die SPD hat in ihrer Planung Kurzschulungen und Praktika ausgeschlossen, laut den Berechnungen des BDA würde sich die Summe für eine sechsmonatige Schulung der Arbeitslosen alleine schon auf 6,4 Milliarden Euro pro Jahr belaufen.

Plan geht komplett in die falsche Richtung

Eine neunmonatige Qualifizierung würde demnach 9,6 Milliarden Euro kosten, Kurse die ein Jahr andauern ca. 13 Milliarden Euro. Der längere Bezug des Arbeitslosengeldes würde etwa 4 Milliarden Euro zusätzlich kosten.

Auch Wirtschaftswissenschaftler kritisieren die Idee der SPD. Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, äußerte gegenüber der "Bild", dass die Kosten explodieren würden.

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Erfahrungen würden zeigen, dass betriebsferne Weiterbildungen bei der Suche nach Arbeit nicht helfen und man so die Arbeitslosen nur länger vom Arbeitsmarkt fernhält.

Beim Arbeitslosengeld Q ist gedacht, dass dieses nicht mit in die Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I mit einrechnet. Dies sollen die Arbeitssuchenden dann für die Dauer einer Umschulung oder Weiterbildung erhalten, ein Anspruch soll nach drei Monaten bestehen. Somit kann die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld auf bis zu 48 Monate verlängert werden. #Deutschland #Wahlen