Früher haben genau an diesem Moment Kriege begonnen, allerdings nicht unter NATO-Partnern. Was sich derzeit zwischen den europäischen Nationen und der #Türkei abspielt, ist an Wahnsinn nicht zu überbieten. Der immer unerträglicher agierende Türkenboss Recep Tayyip Erdogan holzt ungebremst weiter. "Hey Holland", soll er laut Springer in Konstantinopel gesagt haben, "ihr werdet euren Preis dafür bezahlen". "Wir werden ihnen internationale Diplomatie beibringen", wetterte der angeblich zuckerkranke Staatspräsident weiter. Die #Niederlande seien "wie eine Bananenrepublik". Postwendend forderte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte eine Entschuldigung der Türkei.

Krank?

Da fragt man sich, ob der Staatschef vielleicht wirklich medizinischer Hilfe bedarf? Es wabern schon lange Gerüchte durch den politischen Raum, dass Erdogan Diabetiker sei. Unter Umständen ist sein Zuckerspiegel aus dem Ruder? Ein Diabetes außer Kontrolle erzeugt durchaus im Einzelfall ein abartiges Verhalten, das durch einen Arztbesuch allerdings zu beheben wäre. Erdogans Außenminister Cavusoglu ging derweil auch weiter auf die Holländer los und drohte dem Land mit Konsequenzen, wenn es sich nicht entschuldige. Im französischen Metz sagte er, die Niederlande seien die "Hauptstadt des Faschismus", offenbar nicht verstehend, dass die Niederlande eine Nation sind und keine Gemeinde.

Ausweisung einer Ministerin!

Von besonderer Güte war die Ausweisung der türkischen Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya aus Holland. "Es war unerwünscht, dass sie hier war", sagte der niederländische Premierminister Rutte gegenüber NOS TV. Rutte ließ die Dame von der Polizei eiskalt zur deutschen Grenze eskortieren und setzte sie dort vor die Tür. Nicht sprichtwörtlich, sondern ganz real. Über ihren weiteren Verbleib in Deutschland gibt es nur ungesicherte Meldungen, doch erfroren wird die islamisch korrekt ganzkörperverhüllte #Ministerin dank der Frühlingstemperaturen sicher nicht sein. Auf jeden Fall tauchte Frau Sayan Kaya irgendwann wieder in der Türkei auf, um dort gegenüber Journalisten zu sagen, in den Niederlanden würden türkische Staatsbürger "mit Pferden und Hunden angegriffen". Bestätigungen dafür ließen sich nicht finden. Allerdings dafür, dass Erdogan-Fans in den Niederlanden und anderen Nationen Europas lautstark demonstrierten.

Solidarität von Dänemark!

Der niederländische Premierminister Mark Rutte betonte gegenüber dem dortigen Fernsehen, er wolle den Streit mit der Türkei beruhigen, doch Wirtschaftssanktionen seien zu verhängen, damit die Türken verstehen lernen, dass die Niederlande nicht erpressbar seien. Um ihren Protest gegen die Nazi-Vergleiche Erdogans auszudrücken, kündigte deutsche Grüne Marieluise Beck an, einen eine Ehrung zurückzugeben, die sie 2005 von der Türkei verliehen bekommen hatte. Klare Rückendeckung erhalten die Niederlande auch von Dänemark. Der dortige Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen hat seinen türkischen Kollegen Yildirim nach Angaben des dänischen Fernsehens gebeten, aufgrund der "jüngsten Angriffe der Türkei auf Holland" nicht nach Dänemark zu reisen. Man könne einen späteren Zeitpunkt finden und Herr Yildirim solle besser daheim in Ankara bleiben.

Deutschland wacht auf?

Erste CDU-Politiker melden sich angesichts des Chaos zu Wort und warnen vor einer zu leichtfertigen Ausgabe der Doppelstaatsangehörigkeit. Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings (CDU) sagte gegenüber der "Rheinischen Post", man müsse dieses Thema angesichts der aktuellen Lage neu durchdenken. Ähnliche Stimmen kommen auch aus der CSU. Der Chef der Grünen, der türkischstämmige Schwabe Cem Özdemir, fordert eine einheitliche europäische Front, "damit uns der Diktator aus Ankara nicht gegeneinander ausspielen kann". Außerdem, so Özdemir, sollte die Bundeswehr aus der Südosttürkei abgezogen werden, die dort zum Schutz der Türkei vor Angriffen aus Syrien stationiert ist. Auch erste Rufe nach Sanktionen werden laut.