(StS/NYC mit CoS/NYC) Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie wären ehrbare, aber ganz normale Rechtsanwälte aus der Metropolregion Frankfurt am Main und finden die Europäische Union - warum auch immer - ganz toll. Würde es Ihnen gelingen, ein Feuerwerk an pro-EU Demonstrationen in fast vierzig Städten in Europa binnen kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen? Zu erreichen, dass alles gut organsiert ist und dass sogar das Zweite Deutsche GEZ-Fernsehen im "heute journal" begeistert über sie berichtet, obwohl die "Masse" der Demonstranten doch eher überschaubar scheint? Würde Ihnen das gelingen?

Nein!

Natürlich würde Ihnen das nicht gelingen.

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Solche eine Kampagne, die sich in diesem Fall "#Pulse of Europe" nennt, verlangt einen irren logistischen Aufwand, kostet Geld, muss wohl organisiert und administriert werden - und vor allem brauchen Sie begeisterte EU-Fans, die Ihnen folgen. Diese sind in diesen Tagen, nun, nennen wir es höflich, Mangelware.

Astroturfing at its best?

Weil die Organisatoren so gerne Anglizismen nutzen, hier einer von uns: das Ganze riecht nach #Astroturfing, nein es stinkt förmlich danach. Astroturfing sind künstlich erschaffene, nur scheinbar authentische Bürgerbewegungen. "Pulse of Europa" schreit förmlich danach, eine solche zu sein. Einen Beweis, nein, den haben wir nicht - das sagen wir klar und offen. Aber einen gesunden Menschenverstand, oder Common Sense, wie der globalisierte Europäer so gerne sagt, den haben wir.

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Der Check!

Die Amerikaner haben eine einfache Weisheit: Wenn etwas aussieht wie eine Ente, läuft wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit auch eine Ente. Und das gilt auch für "Puls of Europe". Das plötzliche Entstehen, das schnelle Bekanntwerden trotz Gegenwind des Zeitgeistes und das Strickmuster der Webseiten, Materialien sowie die gut geölte Organisation riechen auf verdächtige Weise nach einer Aktion, die auf dem Boden einer der Stiftungen des globalen Strippenziehers George #Soros gewachen ist. Analog zur genannten Ente quakt es hier ganz laut.

Die Masche?

Seit George Soros und seine Stiftungen in die Kritik geraten sind, weil sie sich in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten einmischten, spätestens seit Russland Soros und seine Leute hochkant aus dem Land geworfen hat, haben dessen Stiftungen und Aktionsgruppen möglichweise eine neue Masche entwickelt: sie verstecken sich hinter willigen Einzelpersonen, die der Bevölkerung als engagierte Bürger untergeschoben werden.

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Wer googelt, der findet. Tun Sie das mal. Geben Sie einfach George Soros oder "Open Society Foundation" bei Google ein und sie werden viel finden.

False Flag in Europe?

Eine Grundregel von Astroturfing besagt, dass diese Fakegraßwurzelbewegungen kollabieren, wenn sie zu steil gegen den Zeitgeist arbeiten. Und selbst falls "Pulse of Europe" tatsächlich "echt" sein sollte (seit wann haben Anwälte eigentlich die viele Zeit, Graswurzelbewegungen zu managen?), wird dieses Unterfangen scheitern. Zu quer steht das Ganze gegend den Unwillen der Europäer nach noch mehr EU. Wenn die Sache sich nicht bald verläuft, ist ein weiteres Indiz für Astroturfing gegeben. Verboten ist das nicht. Aber dass das GEZ-Fernsehen in seinen Hauptnachrichten eine Huldigung dieser unklaren Initiative bringt, das ist dann doch bedenklich.