Unzählige Menschen setzten sich auf der ganzen Welt jeden Tag für Tiere ein: Die einen in Tierheimen, die anderen direkt vor der Haustür für einen Igel, manche demonstrieren, andere sind im Netz unterwegs und einige gehen in die Politik. In dieser Serie sollen alle zu Wort kommen.

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Dies ist Teil I und der erste „Tierschützer im Porträt“ ist #Lars Hallatsch.

Lars Hallatsch (48) ist Unternehmensberater und Coach für Akademiker und Führungskräfte. Er ist Anfang 2016 in die #FDP eingetreten, um unter anderem die Gesetze rund um den #Tierschutz zu verändern. Er präsentiert uns einen spannenden Einblick in die politische und auch spirituelle Welt eines Tierrechtlers:.

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Hallatsch: Der Ausgangspunkt meines Weltbildes zum Thema ist die philosophische Überzeugung, in Tieren im „Naturzustand“ gleichberechtigte Mitgeschöpfe zu finden, deren ethischer Wert in keiner Weise geringer als der des Menschen ist. Ich lehne die These „und macht Euch die Erde untertan“ aus tiefster Überzeugung ab. Vielmehr sehe ich – betrachtet man das Thema religiös – Tiere ebenso als qualifizierte Schöpfung eines Gottes an wie den Menschen. Allerdings neige ich als Agnostiker eher zur Annahme, dass es eine biologische Evolution gab.

Blastingnews: Warum Politik als Mittel zum aktiven Tierschutz?

Hallatsch: Die korrekte Begründung für den Tierschutz im Rahmen des Grundgesetzes, also eine Konkretisierung des bloßen „Staatszieles“ ist dabei das Fernziel – den Weg würde ich gehen über die Reformierung des §90a des Bürgerlichen Gesetzbuches, die erhebliche Verschärfung des Strafrahmens nach Tierschutz-Gesetz sowie die Etablierung der Möglichkeit für Tierhalter, eigene emotionale Schäden infolge der Tötung oder Verletzung im Rahmen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Tieres durch Schmerzensgeld kompensieren zu können..

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Blastingnews: Lars Hallatsch legt sich mit Jägern an , will Tierversuche drastisch begrenzen, stellt sich gegen Hundesteuer als „Lenkungsinstrument“ und traut sich auch an das Thema „Schächten“.

Hallatsch: Ein mir zentrales Anliegen ist es, Tierschutz eindeutig und nicht über die praktische Konkordanz aushebelbar über das Grundrecht auf die Ausübung religiöser Praktiken zu stellen. Hier habe ich eine Diskussion in einem bestens frequentierten Forum der FDP über das betäubungslose Schächten angestoßen.

Blastingnews dankt Lars Hallatsch, der hier seine persönlichen Ziele dargestellt hat, ohne das mit dem neuen Parteibuch oder anderen FDPlern abzugleichen. .

Noch mehr Tierschutz bei Blastingnews von Sigrid Schulz:

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