Ein Journalist sollte weder spekulieren noch Verschwörungstheorien verbreiten. Daher liefere ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine Reihe gesicherter Fakten und überlasse Ihnen, ein Fazit daraus zu ziehen. Sehen Sie es als Detektivarbeit für mündige Leser.

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Das ist passiert...

Der Mannschaftsbus des #BVB wurde bei der Abfahrt aus dem Mannschaftshotel auf einer Stichstraße mit drei Bomben angegriffen. Laut Terrorexperte Elmar Theveßen wurde dabei ein Sprengstoff benutzt, wie er beim Militär üblich ist. Islamisten und andere Extremisten mischen dagegen ihre Sprengstoffe normalerweise aus unauffälligen Haushaltschemikalien in ihrer eigenen Hexenküche. Das kann logischerweise nur bedeuten, dass die Täter aus Militärkreisen stammen oder Zugriff auf Armeebestände haben.

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Eine Atypie, die aufhorchen lässt, denn bisher ist kein vergleichbarer Fall bekannt, auch nicht vom "IS". Auch die Ausführung in Form von Sprengfallen auf einem Fahrtweg verlangt nach einer gründlichen Auskundschaftung und einer fein abgestimmten Planung. Eher untypisch für Islamisten in Europa.

Die Bekenner...

Genau dieser "IS" hat es sonst mehr als eilig, sehr professionell gemachte Bekennernachrichten über Social Media und Internet zu verbreiten. Es tut weh es zu schreiben, aber diese Kerle sind einfach professionell was ihre Terror-PR angeht. Das dreifache Bekennerschreiben auf Papier am Tatort passt null und gar nicht zu einer Islamistentruppe. Dann gab es ein krudes Geständnis einer "antideutschen" Antifagruppe auf einer einschlägigen Webseite. Nach Meinung von Experten war diese Aktion ein Fake. Dieser Meinung kann man sich anschließen, das Ganze war einfach dilletantisch und der Inhalt machte in Bezug zum Terrorziel keinen wirklichen Sinn.

Das Schreiben...

Nicht nur, dass das Bekennerschreiben auf Papier für Islamisten untypisch ist, so ist auch der Inhalt in keiner Weise mit den üblichen Bekennertexten von Islamisten vereinbar.

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Das Machwerk wirkt so, als habe jemand versucht einen Text absichtlich fehlerhaft zu verfassen, damit man meint, ein Ausländer habe ihn verfasst. Die grammatikalischen Fehler sind inkonsistent und passen zu keinem bekannten "Schriftakzent". Dass hier absichtlich Fehler fabriziert wurden, scheint nahezuliegen.

Die Forderungen...

Völlig untypisch ist auch der Umstand, dass die Attentäter sich mit ihrem merkwürdigen Bekennerschreiben nicht nur bekennen, sondern auch Forderungen stellen, quasi als Erpressung. Die Bundeswehr solle ihre Tornado-Aufklärungsflüge im Nahen Osten einstellen und, das ist extrem auffällig, die US-Basis in Ramstein solle geschlossen werden. Damit wird es endgültig verrückt. Denn die deutsche Seite ist für #Ramstein der falsche Adressat und vor allem wäre Ramstein aufgrund seiner strategischen Wichtigkeit der allerletzte Standort, den die US-Streitkräfte und die NATO schließen würden.

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Diese Forderung ist komplett unerfüllbar, gehört aber in einer fast schon fetischhaften Fixierung zu den Forderungen der "neuen" deutschen Friedensbewegung, die ihre Sprachrohre vor allem in russischen Medien wie RT Deutsch, Ruptly oder Sputnik News hat. Ramstein ist dort eine Obsession, spätestens seit dem Krim-Konflikt. Doch wie passt das zusammen?

Fassen wir zusammen...

Militärsprengstoff, eine professionelle Vorabaufklärung des Anschlagortes, ein merkwürdig fabriziertes Bekennerschreiben, Schweigen vom "IS" und eine Forderung mit einer Duftspur in eine Richtung, die sonst mit plumpem Terror in Westeuropa nichts im Sinn hat. Fällt Ihnen dazu etwas ein? Ergibt sich daraus ein Bild? Entscheiden Sie selbst. #anschlag