(SN/NYC) Seit Beginn der Finanzkrisen 2007/08 kursieren immer wieder Gerüchte man wolle das Bargeld abschaffen. Damit sollten so genannte "negative Zinsen" möglich werden, also ein Abschmelzen von Bankvermögen normaler Menschen, um das Geld aus den "Depots" in den Wirtschaftskreislauf zu zwingen. Nach dem Motto "investiere oder verliere". So sehr geistig verstrahlt muss ein Mensch also gar nicht sein, um auf die Idee zu kommen, das Bargeld könnte bei solchen Plänen stören. Folglich hört man davon, dass Barzahlungen nur noch bis zu einer bestimmten Höhe erlaubt sein sollen - angeblich, um dem organisierten Verbrechen das Genick zu brechen. Jetzt kommen plötzlich die #Sparkassen in Deutschland daher und planen irre teure Abheberegeln.

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Die BILD spricht gar von einer "Wutwelle", da nun immer mehr Ortssparkassen und Volksbanken saftige #Gebühren an ihren Automaten erheben.

Der erste Schritt?

Erleben die Deutschen damit den ersten Schritt der Abschaffung des Bargeldes? Anfangs sollen einige Euro bei Abhebungen fällig werde. Doch an dieser Schraube ließe sich locker drehen. Heftige Gebühren für Auszahlservices jeder Art könnten der normale Standard werden. Wer will dann noch zur Bank? Wenn es doch kostenfrei ist, mit der EC- oder Kreditkarte inzwischen sogar kontaktlos zu bezahlen? Anonymen Debitkarten wurde bereits der Garaus gemacht. Braucht ja keiner, mag sich mancher denken. Braucht man in Zeiten eskalierender (Internet-)Kriminalität sehr wohl, sagen Vielreisende und Fremdgeher. Oder wollen Sie demnächst ihre Happy-End-Massage mit ihrer Familien-EC-Karte zahlen? Aufladbare private Karten wurden jedoch weltweit so extrem verkrüppelt, dass man anonym kaum mehr höhere Summen aufladen kann, als man für einen Wochenendeinkauf braucht - pro Jahr, nicht pro Woche!

Schon längst im Gange!

Wegwerf-"Kreditkarten" für den maximal diskreten Zahlungsverkehr, wie sie an Tankstellen und Supermärkten erwerbbar waren, sind inzwischen aus den Regalen verschwunden.

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Will man jetzt das nächstsichere Produkt - die aufladbaren Debitkarten - normal nutzen, zum Beispiel dreitausend Euro für den Urlaub aufladen, um im Ausland nicht abgezockt zu werden, muss man sich inzwischen fast so nackt machen wie beim Abschluss eines Kredits. Damit killt man auch dieses Produkt. Wenn also solche Services mit hoher Sicherheit für die Verbraucher wegkastriert werden, dann sind auch weitere Schritte denkbar und Meldungen für Abhebegebühren von einem Euro je fünfzig Euro erstaunen nicht. Offiziell begründet wird dieses Vorgehen übrigens mit dem Wunsch der Bankhäuser nach Mehreinnahmen. Klar, bald kommt ja auch der Osterhase.

Wachsam bleiben!

Sicherheitsexperten geben nach dem zweiten oder dritten Bier durchaus zu, dass hinter dieser ganzen Geschichte eben doch mehr los ist, als das Auftun neuer Einnahmequellen für "notleidende" Banken. Manchmal sind die Dinge das, nach was sie aussehen. Das Verhalten der Branche lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass sie weg von der Bargeldversorgung will.

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Dazu passt auch, dass man neuerdings in Supermärkten Bargeld abheben kann. Was nach einem Outsourcing aussieht, hat jedoch auch schon wieder einen Haken: das Abheben von Barem ist dort mit einer Mindesteinkaufsmenge verbunden. Hohe Gebühren durch die Hintertür quasi, die einem nur die Illusion eines bequemen und kostenlosen Geldabhebens geben.

Der Frosch-Trick?

Wirft man einen Frosch in einen Topf und lässt das Wasser ganz langsam heiß werden, merkt es der arme kleine Hüpfer nicht. Wenn er kocht, ist es schon zu spät [VIDEO]. Frösche haben einfach keine "Antenne" für langsam steigende Temperaturen. Wir Menschen auch nicht. "Graduelle Habituation" nennen das Psychiater [VIDEO], hat ein Banker nach mehr als dem dritten Glas Bier noch über die Lippen gebracht. Als "langsame Umerziehung" kann man es übersetzen. "Man" macht Bargeld einfach so teuer, dass immer mehr Menschen "freiwillig" davon ablassen. Dann kann "man" es still abräumen, ohne dass es jemand vermisst.

Die Frage ist nur: wer ist "man"? #Bargeldabschaffung