(StS/NYC) #Trump hat #Syrien bombardiert und damit den Blutdruck eines Mannes in die Höhe gejagt, der sich das alles irgendwie ganz anders vorgestellt hatte. Man kann die Tage fast noch an den Finger abzählen, als jeder erwartete, die Präsidenten Trump und Putin würden alte Kriegsbeile begraben und irgendwo gemeinsam beim Tigerjagen in Sibirien gesichtet werden. Jetzt zeigt Trump mit seiner Spontanbombardierung Syriens als Strafe für den Giftgasvorfall in diesem Land, dass er sich einen feuchten Kehricht um die Russen schert. Die beiden Nationen steuern damit auf eine Konfrontation zu, die der Kreml nur mit allergrößter Mühe diplomatisch noch verklausuliert.

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Das Verhältnis zur Regierung Trump sei "substantiell belastet" worden, hört man aus russischen Regierungskreisen. Die Ironie dabei ist, dass Unberechenbarkeit immer das war, was Vladimir Putin so gut beherrschte wie kaum ein anderer Spitzenpolitiker. Während der chinesische Präsident Xi für sein aktuelles Treffen mit Donald Trump laut Chinakennern wochenlang gebrieft wurde und sich mit seinem kompletten Politbüro abstimmen musste, agiert Putin schnell wie ein Fuchs ohne Rücksicht auf irgendwen. Hier macht sich der Unterschied zwischen einer Einparteienherrschaft mit funktionalen Strukturen und einer Autokratie ganz praktisch bemerkbar. Doch das ist nur ein Nebenaspekt.

Dumm gelaufen?

Scheinbar ist dem Instinktpolitiker Putin ein strategischer Fehler unterlaufen - oder die Psychogramme über Trump, die ihm mit Sicherheit vorgelegt wurden, waren fehlerhaft.

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Denn Trump ignoriert Putin nicht nur seit seiner Wahl, er behandelt auch die Deutschen und ihre Kanzlerin wie Aussätzige, verwirrt Israel und herzt dafür umso wärmer Japans Premierminister Abe, Präsident al-Sisi aus Ägypten und die Saudis. Mit dem Angriff gegen einen syrischen Militärflughafen bewies der ehemalige Militärschüler Trump, dass er nicht nur redet, sondern jederzeit spontan bereit ist, den roten Knopf zu drücken. Das dürfte eine Sprache sei, die keines Dolmetschers bedarf.

Jetzt erst beginnt Trump!

Sein dummschwätzender Vorgänger Barack Obama hatte die Welt daran gewöhnt, dass die USA nur reden und als zahnloser Tiger sich selbst kastrieren. Mit Trumps Spontanschlag gegen Syrien hat er die USA zurück in die Reagan-Ära katapultiert. Auch Ronald Reagan bombardierte gerne Diktatoren aus pädagogischen Gründen und festigte damit das Bild, dass man sich mit den Vereinigten Staaten besser nicht anlegt. Reagan ließ damals das Schlafzimmer von Muammar al-Gaddafi bombardieren. Insofern hat Assad noch Glück, dass Trump für das Erste nur militärische Ziele angriff.

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Mit jeder diesen Detonationen hat Trumps Präsidentschaft erst wirklich begonnen. Taten statt Reden, das Washingtoner Sheriff's Office ist wieder besetzt! Trump hat nämlich nicht nur Putin vorgeführt, er hat auch Chinas Staatschef Xi in eine peinliche Lage gebracht. Denn dieser will am Wochenende Präsident Trump treffen und hat vorab getönt, China sei nun die neue Führungsmacht in der Welt. Nun ja...

Die Russen? Ratlos!

Das russische Ministerium der Verteidigung legte der Welt eine Erklärung vor, das tödliche Gas, das viele Menschen in Nordsyrien qualvoll tötete, käme aus einem Waffendepot der "Rebellen". Moskau warf westlichen Hauptstädten überdies vor, "Fake News" aufzusitzen. Im Sicherheitsrat der UNO blockierte die russische Delegation eine Syrien-Resolution und mahnte die Vereinigten Staaten, keinesfalls einen Militäreinsatz zu erwägen. Trump schwieg. Es wurde Nacht über Syrien - und es machte bumm. Ratlosigkeit in Moskau, man möchte jetzt nicht in Präsident Putins Haut stecken. Angela Merkel gibt sich derweil bedeckt.

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