(SN/TAV) Was macht ein ordentlicher Kaufmann, wenn ihm einen Teil der Einnahmen wegbricht? Genau, er spart! Zumindest in Schottland, in Schwaben und wo sonst noch Menschen mit Hirn und kaufmännischem Verstand leben. Daher verwundert es umso mehr, dass ausgerechnet ein Schwabe diese Grundregel vergessen zu haben scheint. Denn angesichts des Brexits stimmt ausgerechnet der aus Schwaben stammende Haushaltskommissar der EU, Günther #Oettinger, die restlichen in der Europäischen Union gefangenen Völker auf höhere Mitgliedsbeiträge für den Staatenverbund ein.

Er könne sich zwar prinzipiell vorstellen, dass man versuche einen Teil der wegfallenden britischen Beiträge durch Einsparungen zu kompensieren, so Oettinger im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", doch müssten sich die 27 verbliebenen EU-Mitglieder auf höhere Beiträge einstellen.

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Im Endeffekt bedeutet das: jeder einzelne Bürger dieser Nationen - Deutschland vorneweg - wird mehr zahlen müssen, entweder direkt durch höhere Steuern oder indirekt durch geringere staatliche Leistungen.

Na toll...!

Die Freude über diese Aussichten wird die "Freude" an der Europäischen Union sicher weiter steigern, und so langsam dürfte auch dem letzten Langsamlerner ein Licht dahingehend aufgehen, warum die Briten aus diesem Brüsseler Irrenhaus ausgestiegen sind. Trotz des so genannten "Briten-Rabatts", den vor gut dreißig Jahren Premierministerin Margaret Thatcher ausgehandelt hatte ("I want my money back!") ist das Königreich immer noch einer der größten Nettoeinzahler in die Kassen der EU. Das bedeutet, die Briten haben mehr gelöhnt als herausbekommen. Der aus Baden-Württemberg nach Brüssel abgeschobene Herr Oettinger meint jetzt laut Agenturmeldungen, man könne allenfalls die Hälfte der britischen Zahlungen eingesparen.

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Ernsthaft?

Andere EU-Politiker wie Markus Ferber (CSU) finden hingegen, es sei klüger, die EU ein wenig zu schrumpfen und den britischen Ausfall so zu kompensieren. Wolfgang Schäubles (CDU) Staatssekretär im Berliner Fnanzministerium, Jens Spahn (CDU), rief zu tiefgreifenden Reformen auf: Man müsse sich stärker auf Bereiche mit echtem Mehrwert durch die EU konzentrieren, wie etwa die Bewältigung der Migration, den Schutz der Außengrenzen oder gemeinsame Forschungsprojekte, so Spahn gegenüber dem "Spiegel". Wie ernst diese guten Ansätze gemeint sind, wird Deutschland erst im Spätherbst wissen. Denn vor den anstehenden Bundestagswahlen wird sich kaum ein Politiker hinstellen und zugeben, dass die EU die Deutschen bald noch mehr #Kosten wird.

Die Insel der Seligen!

Da kann das deutsche Fernsehen, seien es die GEZ-Programme oder die merkeltreuen RTL Group Sender von Bertelsmann, noch so sehr Propaganda für die EU machen und Horrorgeschichten aus Großbritannien erzählen. Die Briten haben das Richtige getan und sind derzeit die Insel der Seligen in Europa.

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Neun Monate nach der Volksabstimmung hat die britische Premierministerin Theresa May diese Woche offiziell und unwiderruflich den Antrag auf den Austritt aus der EU eingereicht. Damit beginnen zweijährige Scheidungsverhandlungen zur Entflechtung der Beziehungen zwischen dem Königreich und der EU. Der britischen Wirtschaft bekommt das Ganze schon jetzt sehr gut. Die Leistungsdaten zeigen deutlich nach oben. Von Untergang keine Spur - zumindest nicht auf der Insel... vielleicht aber in Sachen Gehirnzellen mancher EU-Fetischisten, die das krachende Scheitern ihres irrwitzigen Traums der "Vereinigten Staaten von Europa" noch nicht so ganz verkraftet haben. #brexit