Mittlerweile hat es den Anschein, dass sich die gesamt politische Elite zusammengetan hat, um eine vereinte Allianz gegen die rechtskonservative Chefin des Front National, Marine Le Pen, zu bilden. Doch am Ende könnte ihr der Umstand sogar von Nutzen sein, wenn sich das in #Frankreich so verhasste Etablissement auf die Seite des sozialliberalen Emmanuel Macron schlägt.

Holland will das Le Pen so schwach wie nötig abschneidet

Der scheidende französische Staatschef François Hollande hat am Dienstag bei einem Besuch in der Stadt Laval darauf hingewiesen, dass eine klar Niederlage von Le Pen nicht als sicher gilt. Laut dem Sozialisten, der keine Chance gehabt hätte wiedergewählt zu werden, sei "noch nichts erreicht".

Hollande wünscht sich das Le Pen bei der Stichwahl am 7.

Werbung
Werbung

Mai so "schwach" wie möglich abschneidet. Der ehemalige Wirtschaftsminister und Rothschildbanker Macron landete mit 23,86 Prozent vor Le Pen, die mit 21,43 Prozent in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen einzog. Laut Umfrage läge Macron in der Stichwahl mit 60 bis 64 Prozent klar vor Le Pen. doch auch beim Brexit und den US-#Wahlen waren ähnliche Ergebnisse prophezeit worden.

Niedrige Wahlbeteiligung könnte Le Pen nutzen

Laut Politikern und Experten könnte eine niedrige Wahlbeteiligung in der zweiten Runde am 7. Mai der rechtskonservativen Kandidatin vom Nutzen sein, da sie über einen etablierte und extrem motivierte Wählerschaft verfügt. Andere Wähler könnten hingegen daheim bleiben, da sie von einem klaren Sieg für Marcon ausgehen.

"Establishment" gegen Le Pen

Sozialisten und Konservative waren der Annahme das sie Le Pen Schaden zufügen wenn sie ihre Wähler aufrufen für Marcon zu stimmen.

Werbung

Doch genau dies könnte ihm jetzt Schaden zufügen. Dies sieht wie "Focus" berichtet, auch der Politologe Matthieu Chaigne so, er äußerte, dass der Eindruck entstehen könnte, dass sich das "Establishment" hinter Macron stelle. Dies stärke Le Pen, die mit dem Argument in die Wahlen zieht, dass auf der einen Seite das "Volk" und auf der anderen die "verbündete Elite" steht.

Am Dienstag riefen auch die Gewerkschaft "CGT" auf, dass man die "extreme Rechte" verhindern müsse. Auch der ehemalige konservative Präsident Nicolas Sarkozy, will laut Angaben aus seinem Umfeld, dazu aufrufen für Macron zu zu stimmen.

"Wir werden gewinnen"

Eigentlich soll es ein Warnschuss für die französischen Wähler sein, wenn die ehemaligen gescheiterten und korrupten Politiker, eine Wahlempfehlung für Macron herausgeben. Spätestens hier müsste es doch den meisten dämmern, dass sich mit einem Präsidenten Macron nichts ändern wird.

Am Montagabend verkündigte die Chefin des "Front National", dass sie ihren Parteivorsitz vorerst niederlege. Sie sagte gegenüber dem TV-Sende "France 2", dass sie über den Parteiinteressen stehen wolle. Auch zeigte sie sich siegessicher und verkündete: "Wir werden gewinnen."

Anmerkung: Ein interessanter Artikel aus der Sicht eines Zionisten über die Präsidentschaftswahl in Frankreich.