Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall des Anschlages auf den Dortmunder Mannschaftsbus übernommen. Wie neue Rechercheergebnisse zeigen, gibt es in dem in Tatortnähe gefunden Bekennerschreiben hinweise darauf, dass die Attacke vom gestrigen Dienstagabend in Zusammenhang mit dem Tornadoeinsatz der Bundeswehr in Syrien steht.

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Bekennerschreiben liefert Hinweise

In der Nähe des Tatorts war laut Staatsanwältin Lücke ein Bekennerschreiben gefunden worden. Hieraus ergeben sich jetzt wohl doch gezielte Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Lücke will jedoch "aus ermittlungstaktischen Gründen“ zum Inhalt nichts sagen. Der #anschlag ereignete sich im Stadtteil Dortmund-Höchsten, zehn Kilometer vom Signal Iduna Park Stadion entfernt..

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Deutsche Unterstützungsmission in Syrien

Der deutsche Tornado-Einsatz in Syrien dient der Unterstützung der internationalen Allianz zum Kampf gegen die Terrororganisation „IS“ und zur Unterstützung Frankreichs. Dies soll durch die Bereitstellung von Luftbetankung, Aufklärung (insbesondere luft-, raum- und seegestützt), Schutz in einem Flugzeugträgerverband und Stabspersonal zur Unterstützung, erreicht werden.

Sicherheitsmaßnahmen auch in München verschärft

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des #BVB hatte auch die Münchner Polizei einen Einsatzzug im Viertel des Hilton-Hotels, in dem die Real-Profis untergebracht sind, auf Streife geschickt. Die Beamten seien wegen einer größeren Fan-Versammlung bereits zuvor am Hotel gewesen und angesichts der Entwicklungen in Dortmund dort behalten worden, sagte Polizeisprecher Thomas Baumann.

Auch die Anfahrtswege ins Stadion werde man beobachten, erklärt Baumann weiter. Überwachungsmaßnahmen für die Mannschaft des FC-Bayerns werde man in das Sicherheitskonzept mit einbeziehen.

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Am Stadion selber sei der Sicherheitslevel ohnehin sehr hoch. Baumann betont aber: "Es gibt keine Hinweise auf eine Gefährdung hier in München".

Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat keinerlei Sicherheitsbedenken für das Spiel am heutigen Abend. Nach seiner Einschätzung "wird rund um das Stadion Sicherheitsstufe eins gelten". "Ich glaube, dass man sich keine Sorgen machen muss, wenn man als Zuschauer ein Ticket hat. Ich selber werde auch im Stadion sein", sagte er im radioWelt-Interview.

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