(QN/NYC) Damit macht sich #Martin Schulz (SPD) beim deutschen Wahlvolk sicher sehr "beliebt": er fordert nach Angaben der dts nämlich ein aktiveres Engagement der Europäischen Union, und damit auch Deutschlands, in #Syrien. In einem Beitrag für die Zeitung "DIE WELT" verlangt der Vorsitzende der SPD eine "aktivere Rolle" bei der "Konfliktlösung" im vom Bürgerkrieg verwüsteten Syrien. Aktivere Rolle? Was genau dem Großmeister der Sozialdemokratie vorschwebt, wird nicht ganz klar - seine Hybris schon. Er glaubt nämlich, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und #Russland das Problem selbst nicht in den Griff bekommen.

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Deswegen müsse jetzt die Europäische Union ran. Genau der Club von - noch - 28 Nationen, der daheim außer einer Norm zur Krümmung von Gurken nichts geregelt bekommt. Man darf getrost annehmen, dass man über die Worte des Weltpolitiker Schulz in Moskau und Washington gerade ziemlich laut lacht.

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Militärisch?

Die Europäische Union müsse also, so Martin Schulz, zusammenfinden, um eine "noch aktivere Rolle beim Konfliktmanagement" wahrzunehmen. Er sagt es nicht, aber es klingt sehr nach einer wie auch immer gearteten militärischen Phantasie, die der SPD-Vorsitzende hier durch die Hintertür schiebt. Übrigens wird dies auch der Grund sein, warum die SPD gerade wegen des im Saarland entzauberten "Heiligen Martin" die Bundestagswahlen verlieren wird. Schulz neigt zu einem leichten Größenwahn (ohne die EU werde Syrien "mit Mord und Elend" konfrontiert sein), phantasiert sich den europäischen Staatenverbund in Auflösung als Supermacht zurecht. Ja, genau jenen maroden Laden, der gerade im Süden verarmt implodiert und im Norden zerfällt. Und Schulz klingt so, als seien militärische Interventionen für ihn kein Tabu.

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Das Völkerrecht, so Schulz, verbiete zwar den Einsatz von chemischen Kampfstoffen, die Regel scheine aber "zahnlos". Dabei müsse der Einsatz von diesen Kampfmitteln geahndet werden. Zahnlos? Geahndet? Man hört zwischen den Zeilen schon die Bundeswehr Bomben werfen.

Keine Ahnung?

Der ehemalige Bürgermeister von Würselen und jetzige Weltenlenker Schulz scheint vom deutschen Wahlvolk so gar keine Ahnung zu haben. Denn das Allerletzte, das die Deutschen wollen ist noch mehr EU, eine Einmischung in fremde Konflikte und den Einsatz der Bundeswehr außerhalb des NATO-Gebiets. Der Deutsche an sich wäre gerne eine große Schweiz. Neutral, aber wirtschaftlich stark. So in etwa wie die alte BRD vor der deutschen Wiedervereinigung, die als wirtschaftlicher Riese und politischer Zwerg galt. Beides war leicht überzogen, aber im Kern beschrieb es den Charakter der BRD ganz gut und war allseits beliebt.

Vorwärts!

Nun heißt bekanntermaßen die SPD-eigene Zeitung "Vorwärts" und der Sozialdemokrat als solcher sieht sich selbst als progressiv. Offenbar ist auch Martin Schulz progressiv und will aus der friedensverliebten und an der älteren Basis mehr national als international eingestellten SPD eine europäische Interventionspartei machen, oder was auch immer.

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Dabei will der Sozi an der Basis doch einfach nur, dass die Sozialkassen schön alles zahlen, der Schrebergarten hübsch hergerichtet ist, an den Werkstoren Flyer der Gewerkschaft verteilt werden und niemand daherkommt, der diese kleinbürgerliche Idylle stört. Herr Schulz scheint das in Würselen entgangen zu sein. Oder er hat es als Chef des EU-Parlaments vergessen. Auf jeden Fall sollte man sich das Interview in der WELT speichern und als Zeitdokument aufheben. Denn wenn man eines Tages erklären muss, warum Herr Schulz die SPD in den freien Fall gebracht haben wird, liefert dieser geistige Erguss wertvolle Hinweise für die Gründe.

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