Drohgebärden, ein erneuter Raketentest und die Verlegung eines Flottenverbandes sorgen für massive Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Kim warnt die USA erneut: #Nordkorea sei zu "jeder Art Krieg bereit." Das Land werde sich mit "starker Waffenmacht" verteidigen.

Trumps Amerika nicht mehr nur „first“

Nach Nordkoreas jüngstem Raketentest entsendet #Trump einen Flottenverband mit dem Flugzeugträger USS Carl Vinson in den Westpazifik. Nach dem Vergeltungsschlag in Syrien mischt der amerikanische Präsident, der noch vor zwei Wochen sein „America first“ gepredigt hatte, nun auch in Asien mit – direkt vor der Chinesischen Haustüre.

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In Europa ist man besorgt, dass Trump mit seinen spontanen Alleingängen irreparablen Schade anrichtet. „Die Linke“ fordert unterdessen, dass Europa und gerade Deutschland sich wieder mehr am Völkerrecht orientieren und nicht blind einem Trump hinterherlaufen solle.

Xi und Trump in Kommunikation

Nach dem Treffen des Chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping mit Trump ist jedoch davon auszugehen, dass Amerika die Verlegung der USS Carl Vinson mit China abgestimmt hat. Beide lobten nach ihren Gesprächen am Freitag, die sehr gute Atmosphäre. Xi sprach sogar von "enormen Fortschritten" und Trump befand lächelnd, es habe sich eine "herausragende Beziehung" entwickelt, durch die sehr viele Probleme verschwinden könnten.

Neuer Atomtest denkbar

Derweil rechnet Südkoreas Präsidenten Hwang Kyo Ahn in den kommenden Tagen mit "weiteren Provokationen" des Nachbarn.

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Angesichts des 105. Geburtstages von Staatsgründer Kim Il Sung und einer bevorstehenden Tagung der Obersten Volksversammlung in Pjöngjang sei ein neuer Atomtest denkbar, glaubt Hwang. Nordkorea beging in der Vergangenheit solche Ereignisse immer wieder mit Raketentests.

Auch Militärexperten der Bundeswehr befürchten eine weitere Verschärfung im Konflikt mit Nordkorea. In einer jetzt bekannt gewordenen Analyse für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen warnt das Militärische Nachrichtenwesen davor, dass Präsident Kim Jong Un vermutlich bald einen erneuten Atomtest durchführen werde. Damit einher geht die Einschätzung: Damit wolle er die USA weiter reizen.

Demzufolge wäre ein Atomraketentest auch um den Gründungstag der Antijapanischen Partisanenvolksarmee (APVA) am 25.April, durchaus denkbar.

Nordkorea hatte erst im September 2016 einen Atomsprengkopf unterirdisch getestet. Das Regime sprach von einem neuentwickelten Sprengkopf und feierte die erfolgreiche Zündung in den Staatsmedien.

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