Donald #Trump als Nachfolger von Barack Obama als US-Präsident. Vor der Wahl hielten das wohl die meisten für sehr unrealistisch. Doch der Geschichtsprofessor Allan J. Lichtman sagte eben dies voraus. Der Washingtoner Wissenschaftler hatte sich schon früh öffentlich festgelegt, dass Clinton den Wahlkampf verlieren und Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden würde.

Absprachen mit Russland

In seinem jetzt erschienen Buch „The Case for Impeachment“ (sinngemäß übersetzt: Argumente für die #Amtsenthebung) prophezeit er die Amtsenthebung Trumps noch in dieser Legislaturperiode. Er beschreibt genau, was Trump den Kopf kosten kann.

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Eventuelle Absprachen mit Russland vor der Wahl sieht Lichtman als wahrscheinlichsten Grund für eine Amtsenthebungsverfahren. Ganz grundsätzlich aber sagt der Politologe: "Das Fehlen von Prinzipien ist für einen Präsidenten sehr gefährlich".

Clintons Email-Affäre könnte zur Trump-Affäre werden

Auch die Email-Affäre Clintons könnte Trump im Nachhinein zum Verhängnis werden. Sollte nämlich bewiesen werden, dass russische Hacker die Veröffentlichung der Clinton-Mails begünstigt haben und Trump davon wusste, dann wäre laut Lichtman, der Straftatbestand des sogenannten „misprision of treason“ (des Versagens, Verrat zu melden) erfüllt. Dies würde sodann ein Amtsenthebungsverfahren rechtfertigen.

Das stete Lügen und die Geschichte mit den polnischen Leiharbeitern

Wir alle erinnern uns noch gut an den republikanischen Vorwahlkampf.

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Damals hatte Trumps Konkurrent Marco Rubio bei einer TV-Debatte über die polnischen Leiharbeiter gesprochen, die den Trump Tower „hochgezogen“ haben. Rubio sagte: „Du hast über polnische Arbeiter gelogen.“ – Trump: „Ja, ja, vor 38 Jahren...“. - Rubio: „So, dann verjähren Lügen?“ Das Abgeordnetenhaus könne also - wenn Gründe für eine Amtsenthebung gefunden werden sollen - auch dem Vorwurf nachgehen, dass Trump illegale Einwanderer beschäftigt hatte, um seine Bauprojekte fertigzustellen.

Interessen über Interessen

Auch die Amtsenthebung aufgrund eines Interessenkonfliktes sei möglich. Unter anderem hatte Trump als Präsident seine Tochter in Schutz genommen, als eine Kaufhauskette deren Modekollektion aus dem Programm nahm.

Klar ist, sollte Trump das weiße Haus bereits vor Ablauf seiner Ersten Amtsperiode verlassen müssen, dann könnte Lichtman zurecht behaupten: Ich hab's ja gewusst! - Mal wieder! Aber womöglich leben Totgesagte ja tatsächlich länger.

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