In ihren Augen steht die blanke Angst, ihre Verzweiflung durchdringt den gesamten sterilen Raum, krallt sich sogar in den Mauern fest, prallt aber an ihren Peinigern ab. Das, was hier geschieht, wird oft mit Steuergeldern bezahlt und verschafft den Ausführenden Geld und Ansehen. Ihr wurden Kopfhalter aus Titan implantiert. Doch der offene Zugang zu ihrem Gehirn ist ihr kleinstes Problem: Jede Zelle ihres Körpers schreit nach Wasser. Quälender Durst bestimmt ihr Leben.

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Sie sitzt mit fixiertem Kopf in einem sogenannten Primatenstuhl und sieht auf einen Bildschirm. Trotz aller Qualen muss sich die kleine Äffin konzentrieren, um Himmels Willen auf den richtigen Knopf drücken, denn nur dann gibt es die Belohnung: Einen einzigen Tropfen Wasser.

Tierschutz: Wo bleibt er bei den Affenversuchungen von Tübingen?

Drei Kanülen und zwei Elektroden werden durch die implantierte Kammer in ihr Hirngewebe eingelassen, so werden ihr bestimmte Substanzen in ganz bestimmte Bereiche ihres Gehirns injiziert.

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Mit Hilfe der Elektroden wird die Nervenaktivität gemessen. Die Äffin wird nicht heimlich über Jahre so grauenhaft gefoltert, nein sie befindet sich in einem von vier Instituten in Tübingen. Die Tierschutzorganisation „Ärzte gegen #Tierversuche“ nennt Ross und Reiter beim Namen. Demnach ist die Universität Tübingen gleich zweimal mit von der Partie mit dem „Institut für Klinische Hirnforschung“ und dem „Institut für Zoologie“. Dazu kommen das örtliche Max-Planck-Institut und das „Centrum für Integrative Neurowissenschaften“.

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Silent Triangle: Beeindruckendes Schweigen gegen das Grauen

Am 24. April ist der „Internationale #Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ und an diesem Tag wird es beeindruckende, ungewöhnliche und würdevolle Demonstrationen in München, Münster und Tübingen geben. Tierschützer werden zwischen 14 und 16 Uhr zwei Stunden schweigend in einem Dreieck stehen, ein Dreieck, welches zusätzlich auch diese Städte bilden. Neben Tübingen hat sich München durch sogenannte Xenotransplantationen „qualifiziert“: Dort werden den Affen Schweineherzen implantiert und die qualvolle Abstoßung untersucht. Münster haben die Tierschützer auswählt, weil dort die Firma „Covance“ mit ihren grauenhaften Giftigkeitsprüfungen als größter „Affenverbraucher“ Deutschlands gilt.

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