(StS/NYC) Die Älteren werden sich erinnern. Es gab Anfang der Siebzigerjahre den US-Präsidenten Richard Nixon. Im allgemeinen Gedächtnis geblieben ist er den Amerikanern und der Menschheit aufgrund der "Watergate-Affäre". Dabei ging es um Bespitzelung der politischen Konkurrenz und andere Dinge, die aus heutiger Sicht Kleinkram sind. Auch als harter Krieger in Vietnam ist Nixon in Erinnerung. Dennoch war Nixon einer der größten Friedensstifter der amerikanischen Geschichte. Denn es war er, der beinharte Kommunistenfresser, der die damals ultrakommunistische Volksrepublik #china zum Freund Amerikas machte und so einen tiefen Keil zwischen die marxistisch-stalinistische UdSSR und die maoistische Volksrepublik China trieb.

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Er flog zu Mao und erstaunte die Welt, dass das ungleiche Paar, China und die USA, fortan befreundet waren. Keine innigen Freunde, aber eben doch Freunde. Im Kalten Krieg bedeutete das einen strategisch unschätzbaren Vorteil für beide Nationen gegenüber der UdSSR.

Trumpelt er alles nieder?

Und jetzt kommt Donald #Trump, um alles zu gefährden. Schon seit seinem Amtantritt setzt Trump einen Nadelstich nach dem anderen gegen Peking. Die jüngste Eskalation betrifft #Nordkorea, das so etwas wie ein Protektorat der Chinesen ist. Einerseits stützen sie das dortige Gaga-Regime, andererseits halten sie es in Schach. Donald Trump will das so nicht mehr wahrhaben und "das Problem mit Nordkorea notfalls im Alleingang" aus der Welt schaffen, so Trump laut US-Medien. Dieses Vorhaben tönte Trump ausgerechnet oder gerade mit voller Absicht direkt vor einem Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten an.

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Dass Trump nun "schwierige Gespräche" erwartet, ist auch ohne hellseherische Begabungen leicht vorherzusagen.

Versteht Trump, was er tut?

Präsident Trump folgt einer einfachen Logik. China hat, wer möchte es bestreiten, einen erheblichen Einfluss auf das Regime in Nordkorea. Deswegen müsse sich China jetzt entscheiden, ob es Nordkorea zugunsten der USA beeinflusst oder nicht. Falls es das nicht täte, sei dies für "niemanden gut". Gegenüber der Financial Times deutete Trump zwischen den Zeilen an, dass er nicht an militärische Konsequenzen denke, sondern damit, China handelspolitisch die Beine zu brechen. Doch so oder so bewegt sich Trump beim Thema Nordkorea auf einem explosiven Feld voller Minen, die er ganz offenbar nicht zu erkennen vermag - ebenso wie die Tatsache, dass China nicht irgendein Land ist, sondern eine Supermacht, die "greater" ist als Trumps Amerika.