(SE/NYC) Eine höchst interessante Forderung steht plötzlich im Raum und sie klingt zunächst gar nicht mal so verkehrt: Feminismuskurse für moslemische Mütter. Zana Ramadani, eine deutsche Schriftstellerin mit mazedonischen Wurzeln fordert in ihrem Buch "Die verschleierte Gefahr - die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen" verpflichtende Feminismuskurse für moslemische Frauen.

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Schuld ist die Mutter?

Die Bestsellerautorin gibt vor allem den moslemischen Müttern einen wesentlichen Teil der Schuld an der Radikalisierung und Gewaltbereitschaft junger moslemischer Männer. Wer zum "#Prinzen" erzogen werde, erwarte diese Bemutterung auch von der Gesellschaft und überdies alles zu bekommen, was man sich wünsche.

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Dagegen würden die Moslemmädchen nur zu Gehorsam, Frömmigkeit und Anstand erzogen. So schreibt Ramadan sinngemäß: Das westliche System ist auf Leistung ausgerichtet. Das ist für diese "Prinzen" ein Kulturschock, völlig ungewohnt. Statt sich anzustrengen, würden sie sich benachteiligt und gekränkt fühlen, letztendlich scheitern und Hass entwickeln.

Und die Mädchen?

Der Autorin ist ein überaus bemerkenswertes Buch gelungen. Einzige, aber eklatante Schwäche: sie beantwortet nicht, warum auch moslemische Mädchen nicht selten zu Arroganz gegenüber der westlichen Kultur neigen, ebenso wie zu aggressivem Verhalten. Hier beginnt die Logik der feministischen Erklärung zu implodieren. Vielleicht schreibt Frau Ramadani ja noch ein weiteres Buch, es wäre konsequent.

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