(StS/NYC) Dass Angela #Merkel einen notorischen Hang zu 180 Grad-Wenden hat, ist hinlänglich bekannt. Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, immer dorthin wo der Volkswille ihr den Machterhalt sichert. Das war das Erfolgsgeheimnis von Deutschlands bislang populistischstem Bundeskanzler. Die Wähler wollten ihren neoliberalen Kurs 2005 nicht? Also trat sie 2009 als Sozi-Klon an. "Mindestlohn" war für sie einmal das, was Weihwasser für den Chef der Hölle bedeutet - letztendlich führte sie ihn ein. Die Laufzeiten der maroden Kernkraftwerke sollten verlängert werden - dann flog Fukushima in die Luft und sofort wurden zahlreiche Atommeiler ohne langes Nachdenken abgeschaltet.

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Nur ein einziges Mal versagte ihr Instinkt: als sie im Sommer 2015 die Grenzen für eine Flut illegaler Einwanderer öffnete, verwechselte sie für einen Moment die veröffentlichte Meinung mit der öffentlichen Meinung. Die Folge waren einbrechende Umfragewerte für die #CDU und eine Hasswelle in den sozialen Medien, wie Merkel sie noch nie erlebt hatte. Es schien, als habe die "Physikerin der Macht" Tritt und Kompass verloren. Doch wie es jetzt den Anschein hat, war ihr lediglich klar, dass sie es sich mit einer Sofortwende endgültig bei allen verscherzt hätte. Also hielt sie offenbar eisern durch, einen Terroranschlag gegen Berlin inklusive, um jetzt urplötzlich die AfD von rechts von überholen.

Mal eben die AfD von rechts überholt!

Wie aus gut informierten Kreisen im Adenauer-Haus, der Berliner Zentrale der CDU bekannt wurde, denkt die Kanzlerin über ein "#Islamgesetz" nach, das es in sich hat.

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Als erstes schickte sie am Sonntag den Sonnenschein des CDU-Vorstands, die Rheinland-Pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner vor. Diese durfte über Springer verkünden, dass es nötig sei, die Rechte und Pflichten der Moslems in Deutschland auf eine rechtliche Basis zu stellen. Wobei die Betonung eindeutig auf Pflichten lag, um nicht zu sagen auf einer totalen Kontrolle. Mit strahlendem Lächeln erklärt die ehemalige Weinkönigin, die schon immer zu den Realisten in der CDU-Führung gehörte, das eigentlich Selbstverständliche:

  • Moslemorganisationen und Moscheen müssten von deutschen Staat klare Regeln und Grenzen festgelegt bekommen.
  • Eine Finanzierung (und damit wohl auch Fernsteuerung) aus dem Ausland soll untersagt werden.
  • In Gefängnissen und anderen öffentlichen Anstalten soll es Moslemseelsorger geben.
  • Islamische Bestattungen auf deutschen Friedhöfen sollen nach bestimmten Regeln ablaufen, welche kulturelle Kollisionen vermeiden.

Moschee-Register!

Zudem sollen Moscheen und Moscheevereine gezwungen werden, sich in einem Register eintragen zu lassen, sodass der Staat weiß, welche Moscheen es gibt, wer sie steuert und wer das Geld dafür bereitstellt.

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Auf gut Deutsch: Die islamischen Gotteshäuser müssen die Hosen herunterlassen, damit sie nicht weiter als Filialen des türkischen oder saudi-arabischen Staates missbraucht werden. Carsten Linnemann vom CDU-Mittelstand sekundiert diesen Plänen und unterstreicht damit, dass diese den Segen von ganz oben haben. Er findet, dass moslemische Ideologien in Deutschland sich nicht ausbreiten dürfen, so die Meldungen. Heftiges Kopfnicken auch von der Jungen Union (JU), die aus ihrer Schockstarre aufzuwachen scheint. JU-Chef Paul Ziemiak sagte der Bild am Sonntag, diese Debatte müsse dringend geführt werden und all das gehöre auch ins das CDU-Wahlprogramm.

Adenauer 2.0?

Die CDU möchte also, dass der Staat ganz genau weiß, wer, wann, was, wie, wo und mit wessen Geld im Bereich Islam tut. Oder kürzer gesagt: keine Experimente! Ein wenig bahnte sich ein genereller Sinneswandel schon durch Signale des Bundespräsidenten (SPD) an, von dem in Berlin bekannt ist, dass er noch nie ein Fan des plumpen "Wir schaffen das" war. Um es noch einfacher zu sagen: An diesem Sonntag wird die Mehrheit der CDU-Mitglieder erleichtert aufatmen und mit ihr halb Deutschland.

Die Kanzlerin scheint wieder bei Sinnen zu sein und der "heilige Martin" unter Druck.