Der Tag des Sieges ist ein gesetzlicher Feiertag am 9. Mai in #Russland, wo beginnend mit dem 60. Jahrestag im Jahre 2005 die Feierlichkeiten wieder aufgenommen wurden. Die sowjetische Symbolik des roten Sterns wurde dabei zunehmend durch die Farben der russischen Nationalflagge und des Sankt-Georgs-Bandes ersetzt. Seit mehreren Jahren auch durch die Verschmelzung der polnischen und altrömischen Symbolen mit etlichen Traditionen des Zarenheeres. Die Tradition der Militärparade wurde, zum ersten Mal seit der Sowjetzeiten, 2008 wieder aufgenommen und nicht mehr unterbrochen.

Die zwei Hauptpunkte der Rede Putins

Der russische Präsident besucht jedes Jahr die Siegesparade und hält dabei eine Rede.

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Diesmal wurden seinerseits zwei nachprüfbare Tatsachen betont.

Erstens, der kriegerische Islamismus wird nicht mit vereinten Kräften der Kulturvölker bekämpft, sondern durch Westmächte irgendwie ausgespielt. Dies folgt aus dem seinem Satz: „Diese ungeheuerliche Tragödie konnte nicht verhindert werden, weil man die verbrecherische Ideologie der Rassenüberlegenheit gewähren ließ und es unter den führenden Ländern der Welt keinen Zusammenhalt gab.“ (Darum wurde laut Putin der Zweite Weltkrieg möglich, sputnik.de)

Zweitens, Russland muss aufs Schlimmste vorbereitet sein: „Die Lehren aus dem vergangenen Krieg zwingen uns wachsam zu bleiben und die Streitkräfte der Russischen Föderation so mächtig zu machen, damit jede mögliche Aggression abgewehrt werden kann.“ (Военный парад на Красной площади, kremlin.ru)

Die massive russische Aufrüstung geht also weiter

Präsident #Wladimir Putin sah als Oberbefehlshaber der Waffenschau stolz zu.

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Der Superpanzer T-14 Armata wurde in Dienst gestellt. Diesmal rollten die Panzerkampfwagen dieses Types als ein Teil einer der Panzerbrigaden, wo sie stuffenweise die T-72B3 ersetzen. Auch mehrere andere neue Panzerfahrzeuge fuhren an Ehrengästen auf der Tribüne vorbei. Ich werde versuchen sie den Lesern bei meinen nächsten Aufsätzen zu schildern. Zum ersten Mal wurden die Fla-Abwehrsysteme für die letztens aufgestelleten Arktis-Truppen dem internationalen Publikum vorgestellt. So auch die mächtigsten Interkontinentalraketen der Welt: Jars.

Die Russen kämpfen weitgehend vereinsamt in Syrien...

...und ihre einzige Verbündeten bleiben ihre Armee, Flotte und Luftwaffe, um es mit Zar Alexander III. zu sagen. Russland hat zur Zeit keine andere feste und verlässliche Verbündeten. In der Atmosphäre der Anschuldigungen an die Adresse Putins und Russlands, die an die judenfeindlichen Parolen der Zwischenkriegszeit erinnern, blieben hochrangige Vertreter der ehemaligen Alliierten USA, Großbritannien und Frankreich den Feiern in Moskau wieder fern. Russland hat keinen anderen Ausweg als sich bis an die Zähne zu bewaffnen und die weitere, höchstwahrschenlich verhängnisvolle Entwicklung in Europa sowie im Mittelmeerraum zu erwarten.